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Mona Kea – 4 Wege Referenzlautsprecher

Mit 4207 Metern über dem Meeresspiegel ist der Vulkan Mauna Kea der größte Berg der Inselgruppe Hawaii. Er ist sogar als der größte Berg der Erde anzusehen, wenn die Messung seiner Höhe auf den Meeresgrund bezogen wird.

Der hier besprochene Lautsprecher ist ebenfalls der Kategorie „groß“ zuzuordnen. Eine Auswahl aus dem Chassis-Portfolio des Bremer Handelshauses Monacor bildet die Grundlage für dieses Projekt. Als eingefleischtem Haiwaii Fan drängte sich mir die Herleitung des Namens „Mona Kea“ aus der Firmenbezeichnung Monacor und dem Vulkan Mauna Kea als Symbiose geradezu auf.

Für authentische Eruptionen sorgt in der Mona Kea ein recht traditionelles Chassis. Die Wahl fiel auf den SPH-300CTC, ein 12″ Chassis, welches mit einem soliden Gußkorb, einer mit Carbonfasern verstärkten Membran und einer Doppelschwingspule mit 2 x 8 Ohm ausgestattet ist. Nicht nur optisch wirkt das von einer kleinen taiwanesischen Manufaktur gefertigte Chassis ein wenig oldschool. Auch der TSP-Satz erinnert an einen solchen, wie ihn Tieftöner in der „guten alten Zeit“ häufig mitbrachten.

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sph-300ctc

SPH-300CTC

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TSP

Fs: 18 Hz

Cms: 0,75 mm/N

Mms: 100 Gr.

Qms: 6,5

Qes: 0,20

Qts: 0,19

Vas: 225 L

Re: 3 Ohm

Sd: 499 cm²

Bl: 12,1 Tm

Le: 1,1 mH

Xmax: 10,8 mm

Spl: 92 dB

Die niedrige Gesamtgüte Qts 0,19 mag auf den ersten Blick suspekt wirken, führt aber mit einem hohen Vas und einem sehr niedrigen Fs zu einer tiefreichenden und sehr trockenen Basswiedergabe in moderatem Volumen. Im vorliegenden Fall reichen 60 – 70 Liter für eine Grenzfrequenz im unteren 30 Hz Bereich, wie auch die nachfolgende Simulation eindrucksdvoll belegt.

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sph-300ctc-in-65-litern-br

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Oberhalb von rund 500 Hz übergibt der gewichtige Tieftonspezialist an seinen Mitstreiter SP-6/108PRO. Dieser sauber verarbeitete Sechszöller besticht ebenfalls mit einer durch Karbonfasern verstärkten Membran. Er verfügt über lediglich eine Schwingspule in 8 Ohm Ausführung, passt aber in puncto Wirkungsgrad perfekt zum SPH-300CTC.

sp-6-108pro

SP-6/108PRO

 

Als Dritter im Bunde kommt ab etwa 1500 Hz ein weiterer „PRO“-Kollege aus dem Bremer Regal ins Spiel. Der SP-4/60PRO, der in der DIY-Welt unverständlicher Weise ein Schattendasein führt, darf in der Mona Kea seine Qualitäten zeigen. Der kleine 4-Zöller glänzt mit einem glatten Frequenzgang, recht hohem Schalldruck und nicht zuletzt mit einer sauberen Verarbeitung. Einzig der nicht ganz runde Korb erschwert die Gestaltung der nötigen Fräsung in der Frontplatte.

sp-4-60pro

SP-4/60PRO

 

Der AIRMT-130 vervollständigt, ganz im Sinne der Bremer Stadtmusikanten, die Bestückung nach oben. Dieser aktuell neue AMT ist für den Frequenzbereich ab etwa 3800 Hz zuständig. Nun mögen vielleicht Stimmen laut werden, die eine tiefere Trennung bevorzugen würden. Unzählige Versuche haben jedoch ergeben, dass sich in dieser Abstimmung das beste Resultat einstellt. In der verwendeten Schallwand fällt der Frequenzgang nach unten schon recht früh ab, was bei tieferer Trennung zu einem deutlich erhöhten Schaltungsaufwand geführt hätte. Die optische Ähnlichkeit zu Produkten aus dem Rheinland gaukelt zudem eine gewisse Größe des Wandlers vor. De fakto misst seine Frontplatte aber nur 130 x 90 Millimeter. Damit ist der AMT gar nicht so groß, wie man ggfs. vermuten könnte.

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airmt-130AIRMT-130

 

Um den 4 Chassis eine würdige Behausung zu bieten, habe ich Michael Karwowski von PEAK LSV aus Solingen ins Boot geholt. Michael hat das Design des Gehäuses und auch die Realisierung dessen in seiner CNC-Werkstatt für mich erledigt. Herausgekommen ist eine sehr ansehliche Box, die durch ihre ansprechend gestaltete Schallwand mit großen Fasen sehr elegant wirkt und eine gewisse Leichtigkeit versprüht.

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Gehäuseentwurf von PEAK LSV

 

Trotz des perfekten Zuschnitts sollte man beim Zusammenbau der Gehäuse auf absolute Winkligkeit der einzelnen Bretter achten. Schon leichte Fehler können sich addieren und den Aufbau erschweren. Ich empfehle daher, eine zweite Person als helfende Hand hinzuzuziehen. Der Aufbau sollte dann problemlos von der Hand gehen und zu einer perfekten Lautsprecherbox führen.

Bei der Bedämpfung der Gehäuse wollte ich gerne etwas Neues ausprobieren. Seit geraumer Zeit wird ein weitestgehend ökologisches Material aus Hanffasern angeboten, dem sehr gute Dämpfungseigenschaften nachgesagt werden. Dieses Produkt ist zudem so unverschämt preiswert, dass ich es für die Mona Kea auserkoren und eine Bestellung aufgegeben habe. Interessant ist, dass sich die  Matten mit etwas Geschick flächig aufteilen und somit auf halbe Stärke reduzieren lassen. So werden die Teilerdurchbrüche nicht in ihrer Wirkung gebremst.

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Ursprünglich vorgesehene Bedämpfung mit Hanffasermatten

 

Leider ist das Material recht hartnäckig, was die Bearbeitung angeht. Mit einem eigens dafür angeschafften Dämmstoffmesser gelingt der Zuschnitt nicht, ebenso wenig mit einem Teppichmesser. Ich habe es unter großen Anstrengungen mit einer Schere geschafft. Eine Elektroschere dürfte die Prozedur deutlich vereinfachen. Nach dem Auspacken der Matten stellte ich jedoch einen recht starken Eigengeruch des Materials fest, der ein wenig an „Omas Sofa“ erinnert. Ich hatte gehofft, dass die Intensität nach einiger Zeit nachlässt. Leider gibt das Zeugs den Geruch über den Port auch nach Wochen noch nach außen ab, so dass mein Messraum schon danach müffelt. In der Konsequenz werde ich das Material durch ein anderes ersetzen. Für geschlossene Gehäuse halte ich es aber prima geeignet. Vielleicht kann man das Zeugs ja auch rauchen… 😉

Finale Bedämpfung mit Fibsorb 50 und Fibsorb 100

 

Nach der Montage der Chassis konnte ARTA angeworfen werden um Messungen der unbeschalteten Chassis vorzunehmen. Die nachfolgenden Grafiken zeigen die bereits in Boxsim eingefügten Amplitudenverläufe der unbeschalteten Chassis im Gehäuse.

SPH-300CTC

 

SP-6/108PRO

 

SP-4/60PRO

 

AIRMT-130

 

Simulationen wurden parallel mittels der Programme Boxsim und Xover vorgenommen. Boxsim halte ich perönlich für wesentlich benutzerfreundlicher als Xover. Da Xover im Gegensatz zu Boxsim jedoch in der Lage ist, Winkelfrequenzgänge innerhalb eines Arbeitsfensters zu simulieren, wurden diese Simulationen bis 45° mit diesem Programm vorgenommen. Um eine bessere Übersichtlichkeit während der Simulation zu erzielen, habe ich auf die Einbeziehung größerer Winkel verzichtet.

Simulation Mona Kea 0° – 45° (Gültigkeit der Simulation oberhalb von ca. 200 Hz)

 

Die kleine Senke bei rund 1,5 kHz ist konstruktionsbedingt und Effekten durch Kantendiffraktion geschuldet. Sie ließe sich nur durch wesentlich steilere Fasen an der Frontwand eindämmen. Füllte man diese Senke durch geänderte Beschaltung in der Frequenzweiche auf, erhielte man in diesem Bereich Überhöhungen unter größeren Abhörwinkeln. Ein unausgewogenes Abstrahlverhalten mit Verfärbungen wären die Folge. Im nächsten Schritt galt es, die obige Simulation durch reale Messungen zu verifizieren. Durch Veränderung eines einzigen Bauteils im Vergleich zur Simulation konnte die Bandbreite der Senke verringert werden. Bis auf die in der Praxis nicht nennenswerten Effekte durch Kantendiffraktion ist das Abstrahlverhalten als absolut einwandfrei zu bezeichnen. Weitere Optimierungsversuche ergaben, dass ein erneuter Wechsel des Wertes bei einem anderen Bauteil wiederholt zu einer Verbesserung führte. Zusätzlich zur oben beschriebenen Verkleinerung der Bandbreite konnte nun auch die Tiefe der Senke verringert werden. Unter größeren Winkeln verändert sich der Amplitudenverlauf nur marginal und eher im Pixelbereich der Grafik.

Mona Kea Messungen 0° – 90° final

 

Ich habe entschieden, dass der Lautsprecher mit dieser Beschaltung aufgebaut wird und als finale Version bezeichnet werden darf. Ggfs. wird die Abstimmfrequenz noch ein wenig höher gelegt. Für die Entwicklung wurde der Einfachheit halber ein HP100 Port in ungekürzter Version verwendet.

Nahfeldmessung mit Portanteil nicht absolut und nicht zueinander skaliert

 

Die Basswiedergabe der Mona Kea reicht sehr tief und ist eher als kräftig zu bezeichnen. Je nach Abhörsituation kann es von Vorteil sein, den Portquerschnitt bei identischer Länge zu verkleinern, oder ganz zu verschließen. Hier darf experimentiert werden. Selbst als CB beeindruckt die Mona Kea mit einer überzeugenden, tiefreichenden und kraftvollen Bassperformance. (Siehe dazu auch die Klangbeschreibung von „Vangart“ im weiteren Verlauf dieses Artikels)

Die beiden parallel geschalteten Schwingspulen des SPH-300CTC führen zu einem Re des Tieftöners von rund 3 Ohm. Erwartungsgemäß bestimmt dieser Wert die Einstufung des Lautsprechers als 4 Ohm Box. Der Impedanzverlauf unterschreitet im Bassbereich kurz die 4 Ohm Marke, was jedoch zu keinem Problem für einen handelsüblichen Verstärker führen sollte.

Mona Kea Impedanzverlauf

 

Die verwendeten Chassis sind durchweg von hoher Qualität. Entsprechend gutmütig verhält sich die Mona Kea auch was das Klirrverhalten angeht. Hier brennt nichts an.

Mona Kea Klirr @ 90dB

 

Natürlich begnügt sich eine 4 Wege Box wie die Mona Kea nicht mit einer Hand voll an Weichenbauteilen, sofern eine gewissenhafte Abstimmung das Ziel ist. Die Beschaltung ist durchaus als aufwendig zu bezeichnen. Dennoch läuft der Bauteileaufwand nicht aus dem Lot. Zum einen lässt die Spule im Tiefpass diverse Optionen zu, z. B. von der preiswerten IT I-Kern Spule über  eine IT Corobar Spule bis zur Jantzen Wax Foil Spule, um nur drei Alternativen zu nennen. Zum anderen wurden in den weiteren Zweigen Spulen mit größerem induktiven Widerstand bewusst eingeplant. Es empfiehlt sich hier unbedingt, auf vermeintlich „bessere“ Spulen zu verzichten. Im Signalweg liegende Kondensatoren sollten als Folien ausgeführt werden, für die parallelen Kondensatoren reichen Elkos. Widerstände im Tiefpass sind mit 20 Watt Belastbarkeit auszuführen. In den übrigen Zweigen sind 10 Watt Typen vollkommen ausreichend.

 

Mona Kea Weichenplan

 

 Warenkorb für die Weichenteile der Mona Kea im Quint-Store

 

Die im Warenkorb angegebenen Qualitäten von Kondensatoren und Widerständen bieten das bestmögliche Preis/Leistungsverhältnis. Teurere und somit scheinbar bessere Qualitäten bieten keine klanglichen Verbesserungen. Sollten abweichende Spulenqualitäten verwendet werden, ist unbedingt darauf zu achten, dass der Spulenwiderstand nicht zu stark abweicht. In Saugkreisen kann ein abweichender Wert problemlos durch Variation des beteiligten physischen Widerstands angepasst werden.

ACHTUNG:

Im Warenkorb werden leider die Überschriften zu den jeweiligen Bauteilen mit den Standardwerten übernommen. Die benötigten Bauteilewerte finden sich jeweils in dem kleinen Kästchen schräg rechts neben den jeweiligen Abbildungen. Am Beispiel der ersten Spule:  Air Coil Bauteilewerte 1,4mm / 4,7mH / 0,76 Ohm.

Links Tieftonzweig, Mitte TMT/MHT-Zweig, Rechts Hochtonzweig

Der Aufbau der Frequenzweiche erfolgt auf 3 kleinen Brettchen, die einzeln in das Weichenfach geschraubt werden. Im vorliegenden Beispiel befindet sich auf dem linken Brettchen der Tiefpass, auf dem mittleren Brettchen die Schaltung für den TMT und den MT, und rechts findet sich der Hochpass für den AIRMT-130.

 

Der Bauplan mit allen Details

Die Gehäuse für die Mona Kea hat Michael Karwowski von PEAK-LSV in Solingen in CNC Qualität gefräst.

Die Baupläne sind für private Nutzung freigegeben. Jegliche Form der gewerblichen Nutzung oder Verbreitung ohne vorherige Absprache ist untersagt und wird strafrechtlich verfolgt.

Viel Spaß beim Nachbau…

 

Der User Vangart beurteilte die Mona Kea am 24.05.2018 im HiFi Forum wie folgt

Alex machte den Vorschlag, für seinen Raum die Bassreflexausgänge zu verschießen, da es sonst zu viel des Guten wäre. Dem stimmte ich ungehört zu, da meine Ohren generell das CB-Prinzip präferieren. Und so durfte auch der letzte Lautsprecher mit seiner Darbietung beginnen.
Mein lieber Herr Gesangsverein. Das ist eine ganz andere Liga. Darin waren wir drei uns sofort einig. Diese vier Wege reproduzieren auch die komplexesten orchestralen Aufnahmen mit einer Leichtigkeit und Präzision, dass es einem die Sprache verschlägt. Apropos schlagen. Während wir also die Mona Kea mit allerlei komplexem Material fütterten, grinste Alex verschmitzt und legte sogleich eine Interpretation des Banditen-Galopp von Johann Strauss II auf. Und was darauf folgte, ist für Jugendliche unter 18 Jahren nicht geeignet. Dieses wortwörtliche Feuerwerk gaben die Lautsprecher mit einer Dynamik wieder, wie ich es nur von PA-Chassis kenne. Das grenzte schon an brachiale Gewalt.
Die Basswiedergabe muss hier im Besonderen Erwähnung finden. Derart trocken und konturiert, traf sie genau meinen Geschmack. Gleiches gilt für den AMT. Bei dem Abhörpegel war nicht der Hauch eines unangenehmen Signals im Frequenzgang zu vernehmen – das schaffen die allerwenigsten. Insgesamt gehört die Mona Kea zum Besten, was mir bisher unter die Ohren gekommen ist. Dieses Niveau betreffend fielen mir nur zwei weitere Lautsprecher (Preisregion 15000-20000€) ins Gedächtnis, die bei mir in der Vergangenheit einen ähnlichen Eindruck hinterlassen haben. Alex kannte beide und nickte zustimmend. Ergo ist das P/L-Verhältnis unschwer zu erraten.

 

Miguel Scharfsteller schreibt nach einem direkten Vergleich als Bildunterschrift in der FB Guppe des D.A.U.

Die Mona Kea vs. Audimax Core. Ich denke die Mona Kea hatte leichtes Spiel … erstaunlicher Lautsprecher.

 

Black Devil schreibt im HiFi-Forum

Klanglich sehe ich die HAVO und Mona Kea schon ganz weit vorne. Ich kenne zumindest nichts, was da noch einmal eine deutliche Schippe drauf legen würde. Vor ein paar Monaten haben wir mal die Mona Kea gegen die  Audimax Core  gehört. Den Vergleich hat die MK doch sehr deutlich für sich entschieden, und wir waren alle etwas enttäuscht von der AC, die immerhin rund das Doppelte kostet.
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37 Kommentare

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    • Thomas Bree auf 4. Dezember 2016 bei 11:26

    Hey Alex,

    das könnte nach Quintet, Tricky und Crazy (noch nicht fertig) meine erste hochwertigere Box werden. Sieht sehr mächtig aus und vor allem potent aus 🙂

    Bin sehr gespannt.

    Viel Erfolg.

    Thomas

  1. Hi Alex,
    tolles Konzept und ganz nach meinem Geschmack – Groß und Mächtig!
    Die Mona Kea lässt auf ausreichend Schub hoffen.
    Ich fang schonmal an die Chassis zu sammeln…

    LG Thorsten

    • admin auf 5. Dezember 2016 bei 08:45
      Autor

    Hallo Thorsten,

    ich bin selbst gespannt. Gestern gab es wieder einen kleinen Rückschlag, aber ich denke, dass ich es hinbekommen werde.

    Schöne Grüße aus Leverkusen

    Alex

    • admin auf 5. Dezember 2016 bei 08:47
      Autor

    Hallo Thomas,

    naja, erstmal sehen, was daraus wird. Bis dahin wünsche ich Dir weiterhin viel Spaß mit dem anderen Trio…

    Viele Grüße

    Alex

    • Roman (Hifi-Zirkel) auf 8. Januar 2017 bei 16:56

    Der richtige Monitor für eine Big Band! Lass dir Zeit – ich wünsche viel Erfolg und bin sehr gespannt auf das Ergebnis.

    • Thomas Bree auf 5. März 2017 bei 18:45

    Danke für das Update

  2. Hi Alex,
    sehe gerade die aktualisierte Skizze der Schallwand. Meine Meinung: Der Lautsprecher wird durch die Fasen optisch sehr aufgewertet. Das wird trotz der Größe ein schickes Ding werden, was mit einem passenden Finish auch wohnzimmertauglich sein wird. Sehr schön in meinen Augen !

    Einzig wird das Projekt somit für potentielle Nachbauer eine echte Herausforderung. Diese Schallwand baut man mal nicht eben schnell. Möglicherweise ist ja aber auch eine Bestellung der Schallwände bei deinem CNC Lieferanten möglich ? Hast du da schon Infos ?

    LG Thorsten

    • admin auf 14. Juli 2017 bei 10:29
      Autor

    Hallo Thorsten,
    ich habe die Gehäuse als CNC Zuschnitt komplett anfertigen lassen. Nun muss ich nur noch die Zeit finden sie aufzubauen und die Feinabstimmung des Lautsprechers vorzunehmen. Ich bin sicher, Herr Karwowski von PEAK LSV wird zumindest die Schallwände auf Nachfrage anbieten.

    Viele Grüße

    Alex

  3. Das klingt sehr gut. Wenn man die die CNC gefertigten Schallwände dort beziehen kann, dann wird auch einem nicht so versierten Nachbauer das Projekt gelingen.

    Top !

    LG Thorsten

    • RdS auf 21. Juli 2017 bei 15:37

    Hi Alex,
    die Bauhöhe liegt über 1m ?
    MFG
    Ralf

    • admin auf 21. Juli 2017 bei 16:04
      Autor

    Hallo Ralf,

    die liegt bei ziemlich exakt einem Meter…

    Viele Grüße

    Alex

    • Manuel Pensé auf 5. September 2017 bei 10:21

    Hallo Alex,

    coole Box, schöne Idee einen 4-Weger zu bauen! Und Du greifst dabei zu Klassikern (SP-4/60 Pro). …….eine reinrassige Monacor schwebt mir auch mal vor…..

    Ich habe eine Verständnisfrage: In der Weiche hast Du ein RCL-Glied parallel zum TT. Glättest Du damit den oberen der beiden Impedanzhöcker der BR-Abstimmung und in welchen Fällen ist dies nötig?

    LG

    Manuel

    • admin auf 7. September 2017 bei 14:32
      Autor

    Hallo Manuel,

    genau so ist es. Eine solche Linearisierung des Impedanzhöckers verhindert, dass sich in diesem Bereich eine Überhöhung im Frequenzgang einstellt. Je tiefer die Trennung, desto stärker wird der Effekt in Wechselwirkung mit dem zweiten Impedanzhöcker.

    VG

    Alex

    • Theo auf 15. September 2017 bei 07:17

    Hi Alex,

    finde ich klasse das Du das Projekt gemacht hast, endlich mal wieder ein Lautsprecher abseits des Mainstreams. Vier-Wege Lautsprecher waren schon immer eine große Herausforderung und nicht von Jedermann zu realisieren. Ich würde mir das Teil gerne mal anhören wenn es möglich ist.

    🙂 The´O

    • admin auf 17. September 2017 bei 11:50
      Autor

    Moin Theo,

    schön, dass Dich der Lautsprecher interessiert. Im Moment habe ich recht viel (Freizeit-)Stress und bin häufig unterwegs. Wir bekommen das aber irgendwann hin…

    Gruß Alex

    • Roman auf 1. Oktober 2017 bei 16:06

    Moin Alex,

    ist das die finale Frequenzweiche oder ist noch ein Update geplant? Wenn keine Änderungen vorgesehen sind könnte ich die Bauteile bestellen.

    Viele Grüße und happy listening 🙂

    • admin auf 1. Oktober 2017 bei 17:17
      Autor

    Hallo Roman,

    ggfs. überarbeite ich den Saugkreis im Tiefpass noch geringfügig, und eventuell bekommt der Tiefpass eine Spule mit einem etwas höheren induktiven Widerstand. Also bitte vor dem Bestellen noch ein wenig abwarten. Ich komme momentan nicht zu den Änderungen.

    Gruß

    Alex

    • Benedikt Konrath auf 1. Oktober 2017 bei 18:59

    Hallo Alex,

    das nenne ich mal eine Männerbox 🙂

    Wieder einmal ein vorbildlicher Baubericht – vielen Dank dafür. Leider habe ich schon Lautsprecher bei Freunden ausgelagert, so dass ich ein so großes Projekt nicht nachbauen kann.

    Finde ich zwar extrem Schade, da ich Deine Konstruktionen sehr schätze – evtl. ergibt es sich mal wieder, dass ich in Leverkusen vorbeikomme um das Schätzchen mal zu hören.

    Grüße aus dem Frankenland
    Benedikt

    • admin auf 1. Oktober 2017 bei 20:21
      Autor

    Hallo Benedikt,

    schön, wieder von Dir zu hören. Du bist jederzeit willkommen, wenn Du wieder in der Nähe bist. Melde Dich einfach rechtzeitig. Dann kannst Du die Mona Kea gerne anhören…

    Viele grüße

    Alex

    • Rouven Wulff auf 23. Januar 2018 bei 12:41

    Hallo Alex,

    sehr sehr interessantes Projekt – werde ich nach Möglichkeit noch probehören, jedoch wird ein Aufbau unausweichlich sein 😉

    Die Fasen auf der Schallwand sind sicherlich mit ein wenig Geschick mit Leisten und einer Japansäge herzustellen. Einfacher wäre es aber, die Schallwand herstellen zu lassen. Leider habe ich bei PEAK LSV weder das Gehäuse, noch die Schallwand gefunden. Gibt es einen offiziellen Preis für die Schallwand?

    Viele Grüße,

    Rouven

    • admin auf 23. Januar 2018 bei 16:11
      Autor

    Hallo Rouven,

    es freut mich sehr, dass Dich die Mona Kea so sehr interessiert, und dass Du einen Nachbau planst. Hinsichtlich der Schallwand kann ich Dir leider keine Preisinformation nennen. Ruf dafür doch einfach Michael Karwowski von Peak LSV an. Ich bin sicher, er wird Dir einen Preis nennen.

    Viel Spaß

    Alex

    • Tim auf 30. Juli 2018 bei 21:00

    Hallo. Ich stöbere hier jetzt schon ein paar Tage rum und bin einfach nur begeistert. Echt super das du dein Wissen und deine Forschungen mit allen teilst. Hat nun schon jemand die Mona Kea nachgebaut?
    Verstehe ich das richtig das der BR weg fällt und das Gehäuse nun geschlossen bleibt?
    Vg Tim

    • admin auf 31. Juli 2018 bei 08:50
      Autor

    Hallo Tim,

    es freut mich, dass du Gefallen an meinen Projekten findest. Die Mona Kea darf ja als etwas größerer Lautsprecher bezeichnet werden, der eine einwandfreie BR-Abstimmung besitzt. Es kann aber durchaus sein, dass der Lautsprecher in manchen Räumen als CB noch besser funktioniert. Dies gilt es im Einzelfall zu prüfen. In meinem Raum gefällt mir die CB Version besser. Nachbauern empfehle ich, den Lautsprecher als BR aufzubauen. Ist der Bass dann wegen zu stark angeregter Moden oder wegen des persönlichen Geschmacks zu dominant, kann der Port verschlossen werden. Dazu kann man z. B. einen Pfropfen aus Schaumstoff verwenden. Ich habe je ein zusammengerolltes Handtuch in die Ports geschoben. Das tut ebenso gute Dienste. Nachgebaut wurde die Mona Kea von mindestens einer Person. Ob weitere Nachbauten existieren, weiß ich nicht.

    Viele Grüße

    Alex

    • Christian auf 19. Januar 2019 bei 20:31

    Hallo Alex,

    Nachdem ich schon die LYC gebaut habe und immer noch begeistert bin, überlege ich mir nun etwas größeres für das Wohnzimmer. Ich schwanke zwischen BYT MK II und Mona Kea. Wie würdest du die Unterschiede der beiden beschreiben hinsichtlich Klang und gedachten Einsatz-Zweck?

    Viele Grüße,

    Christian

    • admin auf 20. Januar 2019 bei 22:18
      Autor

    Hallo Christian,

    mich freut es, dass du einen weiteren Nachbau aus meinen Entwicklungen planst. Die BYT ist klanglich in etwa wie die LYC abgestimmt, wobei es untenrum natürlich noch eine ordentliche Schippe mehr an Fundament gibt. Das ist ein wirklich toller Lautsprecher, der auch in großen Räumen sehr gut aufspielt. Die Mona Kea ist nochmal eine ganz andere Liga. Sie ist natürlich auch ein gutes Stück teurer. Die Entscheidung kann ich dir leider nicht abnehmen…

    Viele Grüße

    Alex

    • Bastian auf 13. September 2019 bei 18:16

    Hallo Alex
    Diese Box reizt wirklich zum Nachbau. Bin auch schon fleißig am Sammeln. Ein netter Service wäre noch wenn du einen Warenkorb für die weiche erstellen könntest, da du ja schreibst, das man sich strickt an die Qualitätsstufen halten sollte, die du verwenden hast.

    • admin auf 15. September 2019 bei 09:41
      Autor

    Hallo Bastian,

    schön, dass du dich für die Mona Kea intersssierst. Hinsichtlich der Bauteile ist im Text eigentlich alles gesagt. Bei den Spulen ist der Widerstandswert in etwa einzuhalten. Das variiert je nach hersteller schonmal bei der zweiten Nachkommastelle. Bei den Spulen, die in Sagkreisen eingesetzt sind, ist deren Widerstandswert zweitrangig, da ja noch ein physischer Widerstand enthalten ist, der zusammen mit dem Spulenwiderstand in Addition dem Wert aus dem Schaltplan möglichst nah kommt. Am Beispiel des Saugkreises im Tieftonzweig muss dessen Gesamtwiderstand im Bereich 5 Ohm liegen. Wenn du die MK aufbauen solltest und irgendwelche Detailfragen hast, kannst du mich jederzeit kontaktieren.

    Viele Grüße, Alex

    • Erlemann auf 27. Oktober 2019 bei 20:24

    Hallo Alex,
    bin heute bei der Suche nach Selbstbauprojekten für eine 4-Wege Box auf diese Seite gestoßen.
    Bei den Lautsprechern habe auch ich Monacor / Monarch gewählt. TT sph-250ctc, TMT SPH.170/AD,
    MT SPH-135C, HT Multicell T-26 TItan. Ich hatte das Projekt auf einen Vorschlag eines Bekannten begonnen. Leider hatte ich nicht gewartet bis er sein Projekt fertig hatte. Ich hatte seinen Bauvorschlag befolgt mit dem Ergebnis, dass die Box sich richtig beschissen anhörte.zuviel Bass, gemanschte Mitten, einzig der Hochtöner hörte sich gut an. Wenn ich Deinen Schaltpan für die Frequenzweich ansehe, denke ich das dort das große Problem lag. Er hatte auch gesagt das es eine 8-Ohm Weiche sei.
    Jetzt würde ich gerne Deine Box mit Modifikationen nachbauen. Aufgrund des kleineren TT müßte ich wohl das Volumen der Box ändern.und natürlich die Frequenzweiche. Jetzt habe ich eine Frage zu Deinem Weichenplan: Im Hochtonteil ist eine Spule eingezeichnet auf dem Photo sind zwei Spulen.
    Ich würde mich über Tips sehr freuen.

    Liebe Grüße
    Stefan

    • admin auf 29. Oktober 2019 bei 13:46
      Autor

    Hallo Stefan,

    es freut mich, dass dir das Konzept der Mona Kea gefällt. Leider kannst du aber die Weiche Schaltung weder komplett, noch in Teilen für dein Vorhaben übernehmen. Eine Weiche funktioniert immer nur mit den Chassis und dem Gehäuse, für die sie entwickelt wurde. Für deine vorhandenen Chassis muss also eine komplett neue Schaltung entwickelt werden, damit der Lautsprecher richtig funktioniert und entsprechend gut klingt.

    Viele Grüße, Alex

    • K. Holzenkämpfer auf 6. Oktober 2020 bei 18:22

    Ja, ich werde die bauen! Sie ist das Projekt für den Winter. Erstmal baue ich die Asathor, welche ich meinem Vater zum 70ten schenken werde.

    Jetzt die Frage: Funktioniert sie mit einem Röhrenverstärker mit 2x 40 Watt?

    Ich träume immer noch von von einer Art ESS Amt 1. Nur mal so als Denkanstoß 😉

    • admin auf 6. Oktober 2020 bei 19:24
      Autor

    Erst einmal Glückwunsch zu der Entscheidung, die Asathor zu bauen. Das ist ein toller Lautsprecher, der mit recht niedrigem Budget erstaunliches leistet. Klanglich ist sie top.

    Schön, dass du dich zum Bau der Mona Kea entschieden hast. Inwieweit sie mit deinem Röhrenverstärker harmoniert, kann ich nicht sagen. Das habe ich nie probiert, und ich kenne deinen Verstärker natürlich auch nicht. Es kann aber empfehlenswert sein, den Impedanzverlauf für den Betrieb mit einer Röhre zu linearisieren. Das ist aber kein Problem der Mona Kea, sondern eines, das fast jeder Lautsprecher ohne Impedanzlinearisierung mit sich bringt. Röhrenverstärker profitieren von einer möglichst linearen Impedanzkurve.

    Die ESS Amt 1 war nie einer meiner Favoriten. Mit ihr konnte ich mich nie so wirklich anfreunden. Ich denke, man mag das Ding, oder eben nicht… 😉

    • Philip auf 15. Oktober 2020 bei 16:04

    Hallo Alex,
    vielen Dank für Deinen tolle Entwicklung der Mona Kea. Ich mache jetzt schon seit ca. 2 Jahren rum, einen neuen Lautsprecher zu bauen. Die Against all Odds spielt immer noch super, aber jetzt soll Mal noch was mit mehr Dynamik her.
    Ab welchem Hörabstand ist die „Chassisverschmelzung“ ideal? Genügt da 2,5m ? Mein Raum hat ca. 5,5x 4m mit deutlich Nachhall. Ich würde die Mona Kea dann ca. 60cm von der Rückwand und ca. 1m von den Seitenwänden stellen. Trotzdem würde ich lieber CB bauen. Präsizer Bass ist mir wichtiger als Pegel. Ist das damit sinnvoll?
    Wie kritisch ist die Reflexion an den Wänden seitlich beim AMT?
    Ist eine Absorber für die Erstreflexion sinnvoll, oder nehme ich dann zu viel Räumlichkeit? Bei der AAO fand ich das nicht nötig.

    Bei deinem Weichenplan ist der TMT verpolt angeschlossen eingezeichnet. Ist das Absicht? Wenn ja wieso? Phasendrehung in der Weiche?

    Noch eine Frage, die Du vielleicht nicht hören möchtest:
    Siehst Du einen relevanten Einfluss, wenn die Trennung der 4 Wege steiler ausgeführt wird?
    z.B. mit je Linkewitz 24dB/Oct?
    Die Grenzfrequenzen würde ich versuchen beizubehalten.

    Viele Grüße, Philip

    • admin auf 15. Oktober 2020 bei 16:19
      Autor

    Hallo Philip,

    es freut mich zu hören, dass du die Mona Kea zu bauen gedenkst. Die Beschreibung, wie du sie aufstellen möchtest, deckt sich so ziemlich mit der meinigen. Zu den Seiten habe ich auch etwa 1 Meter, nach hinten sind es etwa 80 cm, also etwas mehr. Bei deiner Raumgröße und Raumgeometrie würde ich auch die geschlossene Bauweise empfehlen. Bislang hat die auch bei den meisten Nachbauern am besten funktioniert.

    Wie du richtig vermutest, sorgt die Verpolung für eine korrekte Phasenlage zwischen den Chassis.
    Besondere Maßnahmen hinsichtlich der Refektionen habe ich nicht vorgenommen. Mein Raum ist in normalem Maße mit Einrichitungsgegenständen bedämpft. An einer wand befinden sich noch 2 dünne Basotect Platten von 30 mm Stärke und je 0,5m²

    Bau die Weiche wie vorgesehen. Deine Ideen hinsichtlich der Veränderung werden den Schuss nach hinten losgehen lassen. Es sei denn, du siehst dich in der Lage, einen 4-Weger komplett neu zu entwickeln. Genau das wäre nämlich nötig, um deine Ideen umzusetzen.

    Viele Grüße

    Alex

    • Nils Huntemann auf 28. Oktober 2020 bei 21:42

    Hallo,

    ich bin fast so weit, dass ich die Mona Kea nachbaue. Würdest du sie unter all deinen Entwicklungen als die Referenz einordnen, oder welcher Lautsprecher wäre das?

    Viele Grüße
    Nils

    • admin auf 29. Oktober 2020 bei 11:08
      Autor

    Hallo Nils,

    es ist immer schwierig, eine solche Frage zu beantworten. Ich würde die Mona Kea schon als „meine Referenz“ bezeichnen. Man muss aber auch berücksichtigen, dass der Aufwand und das Konzept höher bzw. anders sind, als bei anderen Lautsprechern. Von daher ist das schwierig, und das heißt nicht, dass andere Lautsprecher „schlechter“ sind. Eine S-Klasse fühlt sich bei 150 Km/h sicher anders an als z. B. ein VW Up. Schlecht ist der Up deswegen aber nicht.

    Viele Grüße, Alex

    • Philip auf 8. November 2020 bei 13:03

    Hallo Alex,
    Mir fehlt ein Maß für den Tieftöner-Ausschnitt bei der untersten Versteifung. Hier sind 60mm Einschnitt an der „tiefsten“ Stelle angegeben. Wie weit muss der Einschnitt ganz vorne an der Schallwand sein, damit es keine Berührung zum Chassis gibt? Oder habe ich was übersehen?

    Grüße,
    Philip

    • admin auf 10. November 2020 bei 18:10
      Autor

    Hallo Philip,

    das Maß beträgt 14mm. Es ergibt sich aus der Innenbreite des Gehäuses, welche 300mm beträgt, abzüglich des inneren Fräsdurchmessers für den Tieftöner. Dieser beträgt 272mm. Es verbleiben 28 mm, welche durch 2 dividiert zu 14 mm führen.

    Gruß, Alex

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