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Wavecone

Zuweilen geht es Schlag auf Schlag. Da flattern einem Angebote um die Ohren, die man einfach nicht ungekauft vorüber ziehen lassen darf. So ging es mir aktuell auch mit einem 8 Zoll Tieftöner, den der Elektronikversender Pollin für gerade einmal 12,95 Euro feil bietet. Der PWM200 8-1 DS kommt mit einer Doppelschwingspule daher und mit einer Membran, die an die hochwertigeren Produkte eines dänischen Top-Herstellers erinnert.

PWM200 8-1 DS

 

Von einem deutschen Lautsprecherproduzenten soll das Chassis zudem stammen. Es war schlagartig klar, dass ich ein Paar von den Schätzchen bestellen musste. Zwei Tage später stand ein kontaktlos zugestelltes DHL Paket vor der Haustür.

Nach dem Auspacken stellte der rückseitig auf dem Magneten befindliche Aufkleber klar, dass es sich bei den Tieftönern um solche des Herstellers Phonar handelt. Bei näherer Betrachtung merkt man recht schnell, dass es sich um ein für den Hersteller gefertigtes OEM Produkt handelt, bei welchem der Rotstift für die Serienproduktion an sinnvollen Stellen angesetzt wurde. Da wäre zunächst der Korb. Der ist aus solidem Blech gefertigt und macht einen rundum stabilen Eindruck. Damit er sich optisch schön in eine Schallwand einfügen kann, spendierten die Entwickler ihm einen ebenfalls stabilen Zierring aus Plastik, der vier der acht möglichen Befestigungsbohrungen im Korb verdeckt. Natürlich reicht eine vierfache Verschraubung vollkommen aus. Der Magnet macht ebenfalls einen ordentlich dimensionierten Eindruck, und die großzügige Polkernbohrung wird dafür sorgen, dass die Schwingspule stets genügend Kühlung erfährt. Eine sehr akkurat eingeklebte Gummisicke stellt die Verbindung zwischen Korb und Membran her. Und da wären wir beim Kernstück des Chassis, der Membran.

Phonar PWM200 8-1 DS

 

Deren Anblick ruft mir gleich die Zahlen/Buchstabenkombination 21W/8555  in den Kopf. Die Ähnlichkeit ist absolut verblüffend. Wenn sich das preiswerte Restposten Chassis nur annähend so gut misst wie…

Werfen wir zunächst einen Blick auf die TSP:

TSP Phonar PWM200 8-1 DS

 

Der TSP Satz weist das Chassis als Universaltalent aus. Sowohl in 10-12 Litern GHP, in CB, BR, TML und TQWT macht es eine sehr gute Figur. Ich habe mich diesmal für ein BR-Gehäuse im Retro Look entschieden. 35 Liter Volumen sind erforderlich, um dem Chassis eine Wiedergabe bis unter 40 Hz zu ermöglichen.

Phonar PWM200 8-1 DS in 35 Litern BR

 

Eine Messung im Gehäuse attestiert dem Phonar Chassis eine Einsatzmöglichkeit bis knapp 2 kHz.

Phonar PWM200 8-1 DS Messung unbeschaltet im Gehäuse 0°

 

Phonar PWM200 8-1 DS Messung unbeschaltet im Gehäuse 0° – 90°

 

Wie so häufig stellte sich an dieser Stelle die Frage, mit welchem Hochtöner man eine sinnvolle Verbindung eingehen könnte. Natürlich sollte das Abstrahlverhalten brauchbar sein. Andererseits darf man den für das Tiefton Chassis sehr niedrige Preis nicht aus den Augen verlieren. Der bewährte Dayton Hochtöner aus den DAUminos bringt quasi alle Gene mit, die in diesem Fall gefragt sind. Er ist preiswert und von ausgezeichneter Qualität. Ob aber sein kleiner Waveguide die Kombination mit einem 8 Zöller zu einer guten werden lässt? Wohl eher nur, wenn große und schräge Fasen im Spiel sind. Genau diese sollten bei dem zu bauenden Projekt vermieden werden, weshalb ich mir die Frage stellte, ob vielleicht ein kleiner BB in einem größeren Waveguide eine praktikable Lösung darstellt. In meinen Regalen fand ich ein Paar etwas heruntergeschliffene Monacor WG-300 aus einem anderen Projekt. Gleich daneben fiel mir ein Paar Visaton FRS5X , die ich irgendwann einmal mitbestellt hatte, ins Auge. Wie der Zufall es wollte, passten die beiden Komponenten quasi perfekt aufeinander. Der kleine Breitbänder liegt mit seinem Papprand exakt auf dem Hals des Waveguide auf. Auf die Befestigung und das kleine Volumen gehe ich an späterer Stelle ein. Jedenfalls stellt die BB/WG-Kombination im vorgesehenen Gehäuse ebenfalls einen gangbaren Weg in Aussicht. Ein Konus im Waveguide? Die Idee zur „Wavecone“ war geboren.

FRS5X im WG-300 Messung unbeschaltet im Gehäuse 0°

 

FRS5X im WG-300 Messung unbeschaltet im Gehäuse 0° – 90°

 

Auf Achse gemessen gibt es ein paar kleine Welligkeiten, die aber unter Winkeln verschwinden. Im Superhochtonbereich verhält sich die Kombination so, wie sich die meisten Breitbänder auch ohne Waveguide verhalten. Nun ist es an der Zeit, eine passende Weiche für die beiden Probanden zu simulieren.

 

Phonar PWM200/8-1 DS  + Visaton FRS5X im Monacor WG-300  Simulation

 

Die Simulation stellt ein vielversprechendes Ergebnis mit durchweg sehr gutem Abstrahlverhalten in Aussicht. Lediglich im Superhochtonbereich zeigt sich ein bei Breitbändern übliches und gewohntes Bild.

Der nächste Schritt führte erneut in den Messraum. Hier musste sich zeigen, ob die Simulation sich ohne größere Klimmzüge in die Realität transferieren lässt.

Wavecone gefensterte Messung 0° – 90°

 

Die Messung deckt sich mit der Simulation in Perfektion. Das ist bei penibel aufbereiteten Messungen kein Voodoo, sondern vollkommen normal.

Wavecone gefensterte Messung 0° + Einzelzweige

 

Die obige Messung zeigt eine Trennfrequenz bei rund 1,8 kHz. Die Flanken verlaufen symmetrisch, und ihr Schnittpunkt rund 6dB unterhalb der Summenkurve indiziert eine einwandfreie Phasenlage. Die etwas zappelig abfallende Flanke des TT wird durch das gewählte Messfenster verursacht.

Wavecone gemergte Messung 0° incl. Nahfeld, Port (Freifeldbedingung) + Impedanzverlauf

 

AJHorn weist für die Abstimmung einen 13,5 cm langen Port aus. Das obige Merging erfolgte mit einem 14,5 cm langen Port. Das habe ich ncht geändert, weil ich die Dosierung und den Tiefgang des Basses so sehr angenehm empfand. Verkürzt man den Port, wird der Bass lauter, aber weniger tief, umgekeht wird er bei längerem Port tiefer und leiser. Hier kann man schön experimentieren.

Wavecone Weichenschaltung

 

Warenkorb PDF

 

Die Beschaltung der beiden Chassis gelingt erstens einfach, und zweitens können preiswerte Bauteile zur Anwendung kommen.  Alle Spulen sind als I-Kern Spulen mit 0,7 mm Draht vorgesehen. Wer bei dem Gedanken an eine Kernspule mit 0,7 mm Draht als Bestandteil des Tiefpasses Kopfweh bekommt, kann die 1,2 mH Spule auch mit 1,0 mm Drahtstärke erwerben. Diese weist einen Widerstand von 0,23 Ohm auf. Das führt zu einer Veränderung des Pegels beim Bass in Pixelbreite. Das ist nicht hörbar, da der Unterschied des Widerstands dafür zu gering ist.

Wavecone Bau- und Bedämpfungsplan (vergrößern –> rechte Maustaste –> Grafik anzeigen)

 

Für die Befestigung des FRS5X auf dem auf 25 mm heruntergeschliffenen WG habe ich einen Ring mit Volumenkammer gefertigt. Dazu habe ich zunächst aus 19 mm MDF einen Ring im Durchmesser 116 mm gefräst. Dies entspricht dem Durchmesser des inneren Befestigungsflanschs des WG-300. Mittig habe ich eine 50 mm durchmessende Fräsung eingebracht. Auf diesen Ring habe ich zwei kleine Brettchen aufgeleimt, von denen das untere ebenfalls eine 50 mm durchmessende Fräsung erhielt. Das obere Brettchen erhielt ebenfalls eine Fräsung im gleichen Durchmesser, welche jedoch nur 5 mm tief ist. Das Gebilde führt zu einem Volumen mit 40 mm Tiefe. Die verbleibende Rückwand von 11 mm Stärke ist bei dem kleinen Durchmesser vollkommen ausreichend. Das Volumen wird so mit Bedämpfungsmaterial gefüllt, dass der BB rundum in Watte gehüllt ist, und sich so eben noch in das Volumen eingebracht werden kann. Es empfiehlt sich, den BB zuvor mit seinem Pappring auf dem gekürzten WG zu positionieren und im Hinblick auf einfachere Montage und auf Dichtigkeit zu verkleben. Auf Dichtigkeit ist auch bei der Beliebig anzubringenden Kabeldurchführung zu achten.

Adapter zur Befestigung des FRS5X am WG-300 (Frontansicht)

 

Adapter zur Befestigung des FRS5X am WG-300 (Rückansicht)

 

WG-300 auf 25 mm heruntergeschliffen

 

Der FRS5X wird mit seinem Papprand auf dem gekürzten WG-300 positioniert und ggfs, verklebt.

 

FRS5X auf heruntergeschliffenem WG-300

 

Der Boden des Volumens wird anschließend so mit Poleysterwatte gefüllt, dass sich der FRS5X mit etwas Druck einfügen lässt. Vor dem endgültigen Einsetzen des Chassis wird dieses ebenfalls mit Polyesterwatte umwickelt. Das ist ein wenig frickelig, aber mit etwas Geduld funktioniert das tadellos.

 

Volumenadapter, FRS5X und WG-300 vor dem Zusammensetzen

 

Die zusammengesetzte Einheit sieht dann so aus.

Wavecone Hochtoneinheit

 

Die Verschraubung habe ich mit Möbelgriffschrauben der Größe M4x25 vorgenommen. Diese sind erstens preiswert und können zweitens ohne Verwendung einer Unterlegscheibe verwendet werden. Der breite flache Kopf verhindert ein Eindrehen in das MDF.

Dies stellt natürlich nur eine von vielen Möglichkeiten dar, den FRS5X an den WG-300 montiert zu bekommen. Pragmaten brutzeln ihn einfach mittels Heißklebemasse auf den Hals des gekürzten WG und flanschen ein kleines stark bedämpftes Volumen an. Dessen genaues Volumen ist absolut zweitrangig.

Die Weichen- und Baupläne sind für private Nutzung freigegeben. Jegliche Form der gewerblichen Nutzung oder Verbreitung ohne vorherige Absprache ist untersagt und wird strafrechtlich verfolgt.

Und wie klingt es?

Wooow, das hatte ich von einem solch preswürdigen Projekt nicht erwartet. Der Tieftöner macht seine Sache mehr als ordentlich. Hier ist ganz klar ein sehr gutes Chassis am Werk. Bässe werden tief, trocken und konturiert wiedergegeben. Ich habe mal Chris Jones‘ „No Sanctuary“ gespielt. Das ist eine wahre Wucht. Nichts dröhnt oder wummert. Gleiches gilt bei „Avratz“ von den Infected Mushrooms. Sara K. hauchte ihre „Water Falls“ in den Raum, dass eine Gänsehaut nach der anderen floss. Bühne? Toll! Da stimmt so ziemlich alles. Da hat ganz klar die saubere Abstrahlung einen großen Anteil dran. Das zeigt, wie wicihtig dieses Thema ist. Leute, bestellt die Chassis, so lange es noch geht…

37 Kommentare

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    • Achim auf 8. April 2021 bei 14:47

    Hallo Alexander,
    danke für das zur Verfügung stellen deiner Entwicklung!
    Sogar noch der Warenkorb der Weichenteile.

    Bestelle ich mir. Den Visaton hat Pollin auch.

    Den WG gibt es bei Reichelt für 12 Euro.
    Der Shop von Monacor ist irgendwie Merkwürdig.
    Keine Preise, Erst anmelden? Ist wohl nicht so seriös?

    Im Weichenplan steht der Phonar PWM200/8-1 DS mit 8 Ω.
    Der hat aber nur 4 Ω. (2 x 8Ω parallel= 4Ω) ??

    Für 2 Boxen sind das ca 110€ ohne Gehäuse.
    Prima!
    Nochmal Danke.
    Achim

    • admin auf 8. April 2021 bei 15:12
      Autor

    Hallo Achim,

    schön dass du dich für die Wavecone entschieden hast. Der Monacor Shop ist halt nur nach Anmeldung erreichbar. Sowas ist vollkommen normal und wird auch von vielen anderen Shops so gehandhabt. Bei Amazon kann man auch nur mit Anmeldung kaufen. Der WG-300 ist in einigen Shops ab etwa 11-12,00 Euro zu haben. Im Weichenplan ist gar keine Impedanzangabe für den PWM200/8-1 DS vermerkt. Es ist richtig, dass er mit den beiden parallel geschalteten Spulen ein 4 Ohm Chassis darstellt.

    Viele Grüße

    Alex

    • Andreas auf 8. April 2021 bei 16:10

    Hi Alex,
    mal wieder ein Klasse „Low Budget“-Projekt aus der „Restekiste“.
    Weil die „Übergangslösung“ Quintet im Wohnzimmer ihre Sache verdammt gut macht, freue ich mich immer, etwas „Neues“ von Dir zu sehen.

    Drei Fragen habe ich zur Wavecone:
    – Ist die Box wirklich 29cm breit?
    – Kannst Du vielleicht noch ein Foto von dem fertigen Waveguide/Breitbänder/Volumen-Konstrukt einstellen?
    – Wäre es bei der, mit 45cm, sowieso schon recht hohen Box möglich, da auch eine Standbox daraus zu verwirklichen (bisschen weniger Tiefe, dafür mehr Höhe, zzgl. Weichenfach und „Totraum“ im Fuß)?

    Viele Grüße,
    Andreas

    • admin auf 8. April 2021 bei 16:41
      Autor

    Hallo Andreas,

    ja, die ist in der Tat 29cm breit. Ok, ich habe das Gehäuse mit dem Exzenterschleifer bearbeitet. Es kann also sein, dass es nur 28,9cm sind 😉
    Da sind ja an jeder Seite noch 19mm Fasen, die das Gehäuse auf dem Foto ggfs. schlanker aussehen lassen.
    Für ein Foto müsste ich das jetzt ausbauen. Was bringt aber ein Foto, wo du den im Artikel abgebildeten „Klotz“ hinten auf dem WG siehst?
    Du kannst da problemlos eine Standbox draus machen, solange du die 29cm Breite, die seitlichen 19mm Fasen und die Chassispositionen gesehen von der Oberkante einhältst.

    Viele Grüße und gutes Gelingen

    Alex

    • Thorsten auf 9. April 2021 bei 20:25

    Hallo Alex,
    vielen Dank für deine Arbeit und die Detail Info zur Montage des FRS5.!
    Ich hoffe dass meine Treiber ankommen. Aktuell ist das Chassis ausverkauft.
    Aber bei Ebay gibt´s ja auch noch welche…

    Gruss Thorsten

    • Ralf Scholz auf 12. April 2021 bei 16:19

    Hallo Alex,
    ich mache mir gerade eine CAD Datei für die rückseitige Abdeckkappe/Adapter am Waveguide. Bist Du sicher, daß der Innendurchmesser des Hochtönervolumens 50mm beträgt? Das würde bedeuten, daß der Hochtöner am Korbrand von dem Adapter aufs Waveguide gedrückt wird?
    Vielen Dank,

    Ralf

    • admin auf 12. April 2021 bei 17:05
      Autor

    Hallo Ralf,

    ich bin leider nicht der Mensch, der sowas auf den 10tel Millimeter genau hinbekommt. Ich hatte 50 mm an meinem Fräszirkel eingestellt. Leider hat der Dorn etwas Spiel (Ich brauche unbedingt einen neuen FZ). Es kann also sein, dass meine Fräsung 51 mm hat. Sinn bei der Geschichte ist, dass der Adapter das Chassis auf den Rand des WG drückt, also quasi durch die Verschraubung des Adapters auf dem WG festgeklemmt wird. Das müsste mit 50 mm eigentlich funktionieren. Es kann sein, dass man dann am Anschlussfähnchen des Chassis ein wenig frickeln muss…

    Viele Grüße

    Alex

    • Ralf Scholz auf 12. April 2021 bei 18:24

    Hallo Alex,

    vielen Dank für die Info. Dann gehe ich auf die 50mm. Es sollte keine Kritik sein, ich wollte es nur richtig verstehen.
    So wie es aussieht, wirds mit den Tieftönern schon eng am Markt. Hoffentlich bekommt der Pollin nochmal welche rein.

    Gruss, Ralf

    • admin auf 12. April 2021 bei 19:17
      Autor

    Hallo Ralf,

    das habe ich nicht als Kritik gesehen. Jeder kann sich irren. Das passiert zuweilen. Die Tieftöner sind ausverkauft. Innerhalb des D.A.U. haben wir auch schon hin und her geschoben. Es sind halt teilweise defekte Exemplare ausgeliefert worden, und selbst die kann Pollin leider nicht mehr tauschen. Kollegen und auch ich haben bereits Rückerstattung für nicht mehr lieferbare bzw. tauschbare Chassis bekommen.

    Viele Grüße

    Alex

    • Dirk auf 16. April 2021 bei 13:24

    So Gehäuse zum probieren fertig. Folien MDF und 21er MPX Front. Ende nächster Woche liefert Quint Audio die Bauteile… Ich bin gespannt.

    • admin auf 16. April 2021 bei 14:13
      Autor

    Hallo Dirk,

    ich hoffe, dass alles zu deiner Zufriedenheit läuft.

    Gruß, Alex

    • Max auf 16. April 2021 bei 16:21

    Hallo Alex,

    momentan sind die Tieftöner wieder bestellbar. Ich würde die Lautsprecher gerne nachbauen, allerdings frage ich mich woran man erkennt, dass man ein defektes Exemplar bekommen hat.

    Grüße
    Max

    • Dirk auf 16. April 2021 bei 16:52

    Es sind ja nicht die ersten, die ich nachbaue. Enttäuscht wurde ich nie, wie so vielseitig vieles Geschmackssache ist, wie es klingt..
    Seit so 2, 3 Jahren laufen bei mir die FRS5X in einem 8 Dayton Waveguide, aber deine Lösung wirkt von den Messwerten besser….. Erst mal hören, dann beurteilen.

    • admin auf 16. April 2021 bei 19:20
      Autor

    Hallo Max,

    leider ist nur ein einziges Chassis lieferbar. Einige wurden ohne Zierring ausgeliefert und lagen auf der Sicke. Diese ist dann eingedrückt und verbeult. Es gibt aber noch andere Probleme, die mir zu Ohren gekommen sind. Da es aber ohnehin nur einen verfügbaren gibt, ist ein Nachbau nicht mehr möglich. Es kommt aber definitiv eine MK2 Version der Wavecone. Sobald der vorgesehene Tieftöner wieder lieferbar ist, werde ich die Entwicklung starten.

    Viele Grüße

    Alex

    • Sebastian auf 20. April 2021 bei 13:09

    Hallo Alexander,

    Pollin hat vor ein paar Tagen die Chassis für ein Paar Wavecones geliefert. Ich würde gerne, wie auch Andreas, ein Standversion bauen. Für eine Höhe von rund einem Meter reduziert sich die Tiefe, sodass es problematisch wird das Bassreflexrohr in einem Abstand von 130 mm zur Oberkante einzubauen. Ich denke das Rohr wird sich mit dem Waveguide und dem Adapter für den Breitbänder überschneiden. Kann ich das Rohr ein Stück (ca. 50 mm) nach unten verlegen, sodass es zwischen HT und TMT Platz findet? Oder habe ich dann akustische Nachteile zu befürchten?

    Viele Grüße

    • admin auf 20. April 2021 bei 13:36
      Autor

    Hallo Sebastian,

    da der Port nach hinten geführt wird, hast du keine merklichen Unterschiede zu erwarten.

    Gutes Gelingen und viele Grüße

    Alex

    • Johannes auf 21. April 2021 bei 19:12

    Hallo Alex,

    ich würd mir die Wavecone gerne in der Werkstatt an die French Cleat Wand hängen, da spielen zur Zeit noch die Kid Rock von dir. Spricht etwas dagegen das Bassteflexrohr seitlich einzubauen? Zur Wand hätte ich nur 5cm Abstand wenn der Port hinten eingebaut wird.

    Viele Grüße

    • admin auf 21. April 2021 bei 19:53
      Autor

    Hallo Johannes,

    da sehe ich keine erwähnenswerten Probleme. Grundsätzlich ist der Lautsprecher aber nicht für den Betrieb an der Wand konzipiert. Es könnte im Bass etwas viel werden…

    Viele Grüße, Alex

    • Sebastian auf 23. April 2021 bei 21:57

    Hallo Alexander,

    die gleiche Frage wie Johannes wollte ich auch schon stellen, weil mein ursprünglicher Plan das BR-Rohr zw. die Chassis zu packen, nicht funktioniert. Zu wenig Platz. Daher würde ich das Rohr seitlich anbringen. Ich habe dabei aber Bedenken, dass durch das Rohr evtl. Mitteltonmüll abgestrahlt werden könnte. Das Rohrende wäre schon sehr nahe am TMT. Daher würde ich das Rohr nach unten versetzen. Was meinst du dazu?

    Da du sagst, dass es im Bass zu viel werden könnte, wenn man die Lautsprecher in Wandnähe aufstellt, habe ich mir gedacht, die GHP-Version könnte für Johannes evtl. interessant sein. Oder nicht? Für mich wäre das auch eine Möglichkeit, da ich für Kompaktboxen mehr Verwendung hätte als für die Standversion. Ich würde die Schallwand in gleicher Größe belassen und die Tiefe entsprechend reduzieren. Wie groß müsste der HP-Kondensator für ca. 12 l denn sein? Den würde man dann in Serie direkt vor den PWM200 schalten, richtig?

    Ich freu‘ mich deine Einschätzungen dazu zu hören!
    Beste Grüße
    Sebastian

    • admin auf 24. April 2021 bei 22:58
      Autor

    Hallo Sebastian,

    so einfach, wie du es dir vorstellst, ist es leider nicht. Die GHP Variante hat deutlich weniger Pegel im Bass, so dass eine komplette Neuentwicklung der Weiche notwendig wäre. Die Variante mit versetztem Port ist vorzuziehen, da sie eher in der von dir skizzierten Anwendung eher weniger Probleme erwarten lässt.

    Viele Grüße

    Alex

    • Frank auf 29. April 2021 bei 12:49

    Hallo Alexander,

    vielleicht eine blöde Frage, aber wo hast du die Weiche befestigt? An das Verstrebungskreuz?

    Freundliche Grüße
    Frank

    • admin auf 29. April 2021 bei 13:13
      Autor

    Hallo Frank,

    bei meinen Prototypen hatte ich die Weichenteile einfach fliegend verdrahtet außerhalb des Gehäuses. Da ich ja leider einen Tieftöner mit etwas eingedellter Sicke hatte, habe ich die Lautsprecher bereits zerlegt. Es empfiehlt sich, die wenigen Weichenteile auf der Strebe zu verteilen, oder auf irgendwo in Gehäuse an eine Wand zu schrauben. An der Stelle wird das Dämpfungsmaterial einfach ausgespart.

    Viele Grüße, Alex

    • Heiko Danz auf 5. Mai 2021 bei 06:42

    Hallo Alex,
    im bin am WE mal wieder bei Dir stöbern gewesen und dabei auf die Wavecone gestoßen.
    Ich habe daraufhin Sonntags spät abends noch auf Pollin 2 der Tieftöner bestellt und die gestern tatsächlich erhalten. Riesen Zufall, weil eigentlich nicht mehr lieferbar. Sehen wirklich edel aus.
    Nun werden die Dinger in der nächsten Zeit gebaut.Dazu noch die Frage, die haben ja eine Doppelschwingspule. Da ich keinen Hinweis gefuinden habe gehe ich davon aus, das die parallel geschaltet werden.

    Gruß Heiko

    • admin auf 5. Mai 2021 bei 07:57
      Autor

    Hallo Heiko,

    da hast du wohl Glück gehabt. Ja, die beiden Schwingspulen werden parallel geschaltet.

    Viele Grüße, Alex

    • Stefan auf 5. Mai 2021 bei 09:01

    Hallo Alex,

    die Tieftöner konnte ich gerade bei Pollin „ergattern“, und bin am überlegen, damit einen Subwoofer zu bauen. Bin noch am überlegen ob als Bandpassgehäuse oder etwas „exotischer“ Gehäuse mit zwei Kammern, einmal geschlossen, einmal Bassreflex (Warum, naja um ehrlich zu sein, weil ich das schon immer mal versuchen wollte). Die oben ermittelten TSP, ergeben die sich, wenn man die beiden Spulen parallel schaltet?

    • admin auf 5. Mai 2021 bei 09:20
      Autor

    Hallo Stefan,

    Ja, die TSP stellen sich bei parallelgeschalteten Schwingspulen ein.

    Gruß, Alex

    • Heiko Danz auf 5. Mai 2021 bei 21:34

    Hallo Alex, noch eine Frage
    Bassreflexrohr BR/HP Ø70mm / Länge 160mm, ist das ok, natürlich entsprechend gekürzt
    https://www.lautsprecherteile.de/detail/index/sArticle/1895/sCategory/10

    Gruß Heiko

    • admin auf 6. Mai 2021 bei 08:10
      Autor

    Hallo heiko,

    ja, das ist ok…

    VG Alex

    • Markus auf 22. Juni 2021 bei 21:52

    Hallo,
    ich dürfte zwei der letzen Chassis erstanden haben und bei mir messen die sich ziemlich anders (Dats V3):
    f(s)= 32.37 Hz
    * R(e)= 3.467 Ohms
    * Z(max)= 32.77 Ohms
    * Q(ms)= 3.059
    * Q(es)= 0.3619
    * Q(ts)= 0.3236

    VAS & Co konnte ich mangels Waage und Gewicht noch nicht bestimmen.

    Restposten weil Ausschußwar? Mein 2. Chassis konnte ich jedenfalls auch noch nicht messen.

    • admin auf 23. Juni 2021 bei 08:04
      Autor

    Hallo,

    bis jetzt liest sich der TSP Satz in keiner Weise unauffällig. Ohne die fehlenden Komponenten wie VAS, B/L und Mms ist er aber wertlos und hat keine Aussage. Bevor man das bewertet, musst du die fehlenden Messungen nachholen. TSP Sätze können sehr unterschiedlich ausfallen, aber dennoch zur identischen Abstimmung führen. In unserem vergangenen D.A.U. Talk haben wir genau darüber gesprochen. Das PDF am Ende des Artikels zeigt ein Beispiel mit vier Tieftönern, deren TSP Sätze sehr unterschiedlich sind. Zufällig handelt es sich um den TT aus der Wavecone. Wie du siehst, ist das Resultat der Abstimmung bei allen Probanden quasi deckungsgleich.

    VG Alex

    • Markus auf 24. Juni 2021 bei 19:38

    Hi Alex,

    zumindest der gemessenen Resonanzfrequenz sollte man vertrauen können. Mein zweites Chassis hat übrigens fs=28Hz. Ebenso komme ich bei Le auf nur 0,5mH… Die Chassis sind nicht eingespielt. Verglichen mit Deinen 48Hz und 1,3mH – da liegen ja Welten dazwischen…
    Werd wohl noch ein Gehäuse bauen müssen da ich die Waage nicht finde.

    Gruß, Markus

    • admin auf 24. Juni 2021 bei 22:27
      Autor

    Hallo Markus,

    Was nichts an der Tatsache ändert, dass das ohne die fehlenden Komponenten des TSP Satzes keinerlei Aussage hat.

    Gruß, Alex

    • Markus auf 30. Juni 2021 bei 22:56

    Hi,

    hier nun meine Messungen mit VAS, Masse 40g:

    * Piston Diameter = 166 mm
    * f(s)= 32.3 Hz
    * R(e)= 3.39 Ohms
    * Z(max)= 30.21 Ohms
    * Q(ms)= 2.761
    * Q(es)= 0.349
    * Q(ts)= 0.3099
    * V(as)= 40.36 liters (1.425 cubic feet)
    * L(e)= 1.307 mH
    * n(0)= 0.3715 %
    * SPL= 87.8 1W/1m
    * M(ms)= 39.57 grams
    * C(ms)= 0.614 mm/N
    * BL= 8.832

    Ich war wohl auf dem Holzweg, insofern als ich dachte dass sich L(e) nicht ändern würde.
    Ergibt trotzdem ein einigermassen anderes Chassis, auch wenn sich an der Gehäuseabstimmung nicht viel ändern wird.

    LG, Markus

    • admin auf 1. Juli 2021 bei 08:13
      Autor

    Hallo Markus,

    wie ich prognostiziert habe, führt dein gemessener TSP Satz zu einer identischen Abstimmung, wie es das Beispiel mit den 4 verschiedenen Chassis zeigt, welches ich dir geschickt habe. Das ist auch vollkommen logisch, denn TSP-Sätze sind konsistent. Diese Tatsache erklärt auch, warum „Einspielen“ bzw. „Einbrennen“ von Chassis absolut unnötig ist. Wäre im Falle deines Chassis eine deutliche Abweichung bei der Abstimmung erkennbar gewesen, wäre das Chassis defekt. Die ist nicht der Fall. Also alles im Lot.

    Viele Grüße, Alex

    • Markus auf 5. Juli 2021 bei 20:48

    Hallo Alex,

    da ich Dich scheinbar noch nicht genug genervt habe 😉 – gleich noch eine Frage: was hältst Du von einer Verheiratung dieses PWM200 mit dem Sica LP 110.28/380 TW (Z009240)? Ich würde den LS als Monitor im Nahbereich verwenden, da würde ich vermuten, dass der Sica auch mit einer relativ niedrigen Trennfrequenz bei 1,8 kHz keine Probleme hat.

    LG, Markus

    • admin auf 6. Juli 2021 bei 08:12
      Autor

    Hallo Markus,

    selbst habe ich den HT noch nicht verwendet, wohl aber ein Entwickler Kollege. Der HT ist recht zickig. Er erfordert sorgsamen Umgang mit der Gestaltung der Schallwand. Zudem glaube ich, dass er eher weniger mit einem 8 Zöller harmoniert.

    Gruß Alex

    • Markus auf 12. Juli 2021 bei 19:38

    Hi Alex,
    Danke für Deine Rückmeldung. Möchte das Projekt schnell abschließen, wird dann wohl doch eine FAST Lösung…

    LG, Markus

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