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Impudence – ULB Standbox mit DIY-Waveguide

 

Zu gut funktionierte das DBR, welches ich in diesem Artikel beschrieben habe, um es einfach so auf Eis zu legen. Beim dort verwendeten Tiefmitteltöner von LPG handelt es sich zwar um ein Qualitätsprodukt aus deutscher Fertigung, aber auch um einen Restposten für 28,00 Euro pro Paar, der somit eine preiswürdige Ergänzung im Hochtonbereich erfordert.

LPG 5″ Tiefmitteltöner

 

TSP

  • FS: 45 Hz
  • Mms: 6,1 Gr
  • Cms: 2,05 mm/N
  • Sd: 78,5 cm²
  • Vas: 17,7 Liter
  • Re: 5,42 Ohm
  • BL: 5,33 N/A
  • Qms: 1,871
  • Qes: 0,33
  • Qts: 0,28
  • Rms: 0,92 kg/s
  • Spl: 88,8 dB

 

Mit diesen TSP spielt das Chassis in einer BR Anwendung bis fast 50 Hz hinab.

LPG 5″ Tiefmitteltöner in BR Anwendung

 

Parallel war mein Entwickler-Kollege und Freund Gazza damit beschäftigt, für ein kleines Breitband-Chassis erfolgreiche Versuche mit einem DBR-Gehäuse zu unternehmen. Das inspirierte mich, dies für das vorliegende Chassis ebenfalls zu simulieren, mit erstaunlichem Ergebnis. Das DBR-Gehäuse muss zwar etwas größer ausfallen als die BR Variante. Dafür gibt es aber Tiefgang bis 45 Hz.

LPG 5″ Tiefmitteltöner in DBR-Anwendung

 

Bei dieser Betrachtung ist ebenfalls interessant, dass die beim BR Gehäuse durch Portmüll verursachte Störung im Amplitudenverlauf oberhalb von 800 Hz vollkommen ausbleibt.  Im Gegenzug erkauft man sich durch das DBR eine Störung im Oberbassbereich, welche aber durch geschickte Auslegung der beiden Volumina,  der Positionierung von Chassis und Ports und durch die Dimensionierung der beiden Ports  im vernachlässigbaren Bereich bleibt. Dieses Phänomen tritt bei einem DBR grundsätzlich auf.

Direktschall vs. Portanteil

 

An dieser Stelle erlaube ich mir, ein wenig abzuschweifen um einmal die Simulationsgenauigkeit der MJK Sheets aufzuzeigen. Dazu habe ich spaßeshalber den von dem Sheet vorausgesagten Verlauf der Impedanz im DBR eingetraced.

Simulierter Impedanzverlauf des unbeschalteten LPG 5 Zöllers im DBR

 

Natürlich kann man den simulierten Verlauf auch mit einer realen Messung verifizieren, aber darum soll es hier nicht gehen. Die getracte Impedanzkurve habe ich in Boxsim importiert und mit der Beschaltung versehen, die ich in Xover für das Chassis vorgesehen hatte. Da das MJK Sheet den Verlauf nur bis 1 kHz darstellt, habe ich meine Grafik entsprechend ausgeschnitten.

Impedanzverlauf beschaltet, oben aus realer Messung, unten mit getracter Kurve aus MJK

 

Die Übereinstimmung ist bemerkenswert und bestätigt somit die exzellente Simulationsgenauigkeit der MJK-Sheets. Auch der Vergleich des Portschalls aus der Simulation mit dem tatsächlich gemessenen Portanteil zeigt eine perfekte Übereinstimmung.

Portschall Simulation vs. Messung

 

Der ursprünglich vorgesehene kleine Audiopur MAG8M Magnetostat zeigte sich akustisch grundsätzlich von einer guten Seite, strahlte aber unter größeren Winkeln im Bereich der Trennfrequenz so extrem breit, dass sich sein Einsatz in dieser Kombination verbot. Es galt nun, einen anderen Hochton Spielpartner für den kleinen Neu-Ulmer zu finden.  Fündig wurde ich erneut im Hifilager. Dort wird derzeit eine 25er Supronyl Kalotte von Heco zu 11,00 Euro pro Stück angeboten, die baugleich auch bei Magnat Verwendung fand.

Heco 1″ Supronylkalotte

 

Ein erster Versuch mit asymmetrisch auf der Schallwand montiertem Hochtöner führte zwar zu einem vertretbaren Rundstrahlverhalten, aber auch dies genügte nicht meinem Anspruch. Das musste besser gehen. Warum also nicht einen Versuch starten, der Kalotte eine kleine Unterstützung in Form eines Waveguides mit auf den Weg zu geben. Natürlich fiel bei einem Chassispreis von spärlichen 25,00 Euro pro Lautsprecherseite ein fertig gekaufter Wellenleiter aus. Es war Eigeninitiative gefragt. Nach kurzer Überlegung war die Vorgehensweise klar. Es wurde eine kleine Schallwand zugeschnitten, welche in der Breite dem originalen Gehäuse entsprach. Ebenso wurden identische Fasen an den Seiten angebracht.  In diese Schallwand habe ich mit einfachsten Mitteln einen kleinen Waveguide eingebracht. Seine Abmessungen folgen keinerlei Berechnung, sondern basieren auf den dem verwendeten Werkzeug eigenen Maßen.

Testschallwand mit DIY-Waveguide

 

Testschallwand Rückansicht

 

Es ist also ein rein nach „Popometer“ entstandenes Detail, von dem ich mir erhoffte, ein etwas besseres Rundstrahlverhalten unter größeren Winkeln zu erhalten. Dafür hätte ich auch einen insgesamt etwas welligeren Verlauf der Amplitude in Kauf genommen, als ihn die nackte Kalotte bietet. Das Ergebnis hat mich jedoch mehr als überrascht.

Magnat 1″ Supronyl Kalotte in DIY-Waveguide in Testschallwand

 

Das kann sich absolut sehen lassen. Mit einer entsprechend hohen Trennung lässt sich ein auch unter größeren Winkeln sauberes Abstrahlverhalten erzielen. Ziel erreicht, so passt das!

Die bereits bestehenden Gehäuse wurden entsprechend umgebaut und oberhalb des Tiefmitteltöners mit neuen Schallwandeinsätzen versehen, welche die Waveguides und die rückseitig montierten Kalotten enthielten. Die Chassis habe ich unter Verwendung von Holzschrauben montiert. Um die Kalotten ggfs. nach dem Gehäusefinish durch die Öffnung des TMT hindurch montieren zu können, bietet sich die Verwendung solcher Einschraubmuttern an, die  eine Montage der Kalotten mit metrischen Gewindeschrauben ermöglichen.

Nicht verschweigen möchte ich auch, dass die obigen, bereits in Xover eingefügten Messungen ohne den benachbarten TMT entstanden, welcher sich natürlich auf das endgültige Messergebnis auswirkt. Dennoch, die Abweichungen sind eher gering, und so führt die Mühe für die Anfertigung des Waveguides zu einem hervorragenden ersten Simulationsergebnis.

Simulation Impudence 0° – 60° (kostengünstige Weichenversion)

 

Simulation Impudence 0° mit Zweigen (kostengünstige Weichenversion)

 

Es wurden zwei unterschiedlich aufwendige Versionen der Beschaltung simuliert. Die obige Grafik zeigt die deutlich kostengünstigere Variante, welche dem Chassispreis von insgesamt 18,00 Euro eher angemessen scheint. Die minimale Phasenschweinerei im Bereich 7-8 kHz, die durch die Interaktion mit der Korrektur der abfallenden Tieftonflanke entsteht, nehme ich dafür gerne in Kauf.

Im Messraum wurde im nächsten Schritt die Weiche auf meinem bewährten Testbrett gesteckt. Schnell war alles verkabelt, und die Messerei konnte beginnen. Erwartungsgemäß stimmte das Resultat recht gut mit den Simulaitonen überein. Kleine Abweichungen waren zwar zu verzeichnen, was aber den schnell und in Zeitdruck getätigten Messungen  für die Simulation geschuldet ist.

Impudence Messung 0° – 90 °

 

Ja, da gibt es unter Winkeln bei etwa 4 kHz einen kleinen Dip, aber insgesamt sieht das hervorragend aus. Wir rufen uns kurz ins Gedächtnis, dass es sich hier um ein Projekt mit Chassis im Preisbereich eines „Jägerschnitzel mit Pommes und Salat inklusive eines Getränks“ handelt.

Impudence Impedanzverlauf

 

Der Impedanzverlauf der Impudence ist völlig unkritisch. Er erreicht sein Minimum von etwa 6,6 Ohm bei rund 6 kHz. Es handelt sich also um einen 8 Ohm Lautsprecher.

Impudence Klirr @ 85dB

 

Die Verzerrungswerte können sich ebenfalls sehen lassen. Nicht nur gemessen am Preis ist das mehr als ordentlich.

Impudence Weichenplan

 

Der Aufwand für die Frequenzweiche hält sich in erfreulich moderatem Rahmen. An Stelle eines Saugkreises mit großen und somit teuren Spulenwerten kommt zur Korrektur des TMT Zweiges ein kostengünstiger Sperrkreis mit sehr preiswerten Bauteilen zum Einsatz. Je nach Geschmack kann der Parallelwiderstand im Hochpass variiert werden. Wer etwas kräftigeren Hochton mag, oder die Lautsprecher nicht so stark einwinkeln möchte, wählt anstatt 4,7 Ohm einfach den nächst höheren Wert 5,6 Ohm.

Impudence Weiche

 

Den 56µF Elko im Sperrkreis des Tiefpasses habe ich aus je einem 33µF und einem 22µF Elko parallel geschaltet. Das ergibt rechnerische 55µF und stellt eine nur sehr geringe Abweichung vom Normwert 56µF dar. Vorteil der Parallelschaltung ist die Tatsache, dass dadurch zwei quasi identische Werte mit geringer Abweichung entstanden. Ich habe die Kondensatoren mit LIMP ausgemessen und bei der Parallelschaltung den „kleineren“ 22µF Kondensator mit dem „größeren“ 33µF Exemplar verschaltet und umgekehrt.

Die Herstellung des Waveguide ist zwar ein wenig mühselig, aber denkbar einfach. Am Beispiel meiner für den Umbau hergestellten Teilschallwände demonstriere ich nachfolgend die Vorgehensweise.  Zunächst wird mittels einer Lochsäge oder eines Forstnerbohrers ein kreisrundes Loch mit seinem Mittelpunkt 6 cm von der Oberkante der Schallwand in die Frontplatte eingebracht.

Bohrung 6 cm von Oberkante der Schallwand

 

In meinem Bestand finden sich Lochsägen mit 29 mm bzw. 32 mm Durchmesser. Die Bohrung habe ich mit der 29 mm durchmessenden Säge angefertigt, obwohl dieses Maß minimal zu klein ist. Darauf komme ich im weiteren Verlauf zurück.

Lochsäge 29 mm

 

Für den nächsten Schritt wird ein 45° Fasenfräser mit 45 mm Durchmesser und hinreichender Schnitttiefe undeinem unten liegenden Anlaufring benötigt. Ich benutze ein Werkzeug von CMT Orange Tools mit 18 mm Schnitttiefe und 60,2 mm Gesamtlänge.  Die Frästiefe wird nun schrittweise bis auf 13 mm eingestellt, so dass beim letzten Fräsgang 3 mm „Fleisch“ übrig bleiben. Da sich zwischen Anlaufring und Klinge eine Lücke befindet, ist es ratsam, die Schallwand für den Fräsvorgang auf der hinteren Seite mit einem Brettchen aufzudoppeln. Am besten erledigt man das bereits bevor die 29mm Bohrung angefertigt wird. So ist sichergestellt, dass die Bohrungen wirklich zentrisch übereinander liegen.

Einstellung Frästiefe

 

Ein mit Schleifpapier der Körnung 80 bewaffneter Schleifklotz bewerkstelligt im folgenden Arbeitsgang die händische Glättung der scharfen Fräskante, so dass diese zu einer sanft auslaufenden Verrundung wird. Um das etwas zu kleine Maß der ursprünlichen Bohrung zu erweitern, habe ich einen runden Holzstab mit einer Lage 80er Schleifpapier versehen und so lange vorsichtig geschliffen, bis der Ausschnitt exakt dem runden Ausschnitt der Frontplatte des Hochtöners entsprach.

Anpassung des Innendurchmessers mit Rundstab und Schleifpapier

 

Nun mussten nur noch Vertiefungen für die Schrauben und vie vorstehenden Anschlussfahnen auf der Frontplatte der Kalotte gebohrt werden. Dies habe ich mit einem 10 mm Bohrer erledigt. Ein Vorbohren der vier Befestigungslöcher bietet sich ebenfalls an.

Vertiefungen und Bohrungen für die Montage der Kalotte

 

Waveguide mit montierter Kalotte

„Impudence“ Bau- und Bedämpfungsplan (Vergrößern –> rechte Maustaste –> Grafik anzeigen)

 

Die Baupläne sind für private Nutzung freigegeben. Jegliche Form der gewerblichen Nutzung oder Verbreitung ohne vorherige Absprache ist untersagt und wird strafrechtlich verfolgt.

 

Forenuser BladerunnerSC50 schreibt:

Hallo Foren Gemeinde,
habe für mich aus reinem Interesse…. sowie unter Anleitung für einen Kollegen, der in den LS Bau einsteigen wollte, Alex seine ULB Impudence nachgebaut.
Wie schon etwas provokant im Titel erwähnt, stellte sich mir beim Bau des öfteren die Frage, ob diese Box zu diesem Preis auch nach etwas klingen kann. Besitze ich doch schon die Crazy und weiß das Alex Preis/Leistung unglaublich gut kann 😉
Aber hier geht es ja doch schon noch mal ne ganze Preisstufe drunter. Ohne das Finish waren es bei uns ca. 105 Euro für das WAF freundliche Pärchen :-))
Ja und wie ist es nun bei der Impudence? Kann sie auch für diesen Preis überzeugen?
Kurzform: Oh ja, sie kann.  Und deswegen hat sie auch ein Finish mit SaRaiFo Furnier bekommen.

 

19 Kommentare

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    • Helge on 9. Dezember 2018 at 20:54

    Hey, ich bin gespannt wie sie klingen werden…Die Crazy ist schon eine echt tolle Box

    Ist es möglich das Bassreflexrohr in 50mm oder 70mm auszuführen?

    Welche Länge müssten diese dann haben?

    • admin on 10. Dezember 2018 at 10:05
      Author

    Hallo Helge,

    in deinem Kommentar erwähnst du die Crazy. Ich gehe aber davon aus, dass sich die Frage nach den Portlängen bei geänderten Querschnitten auf die Impudence bezieht. Bei einem 5cm durchmessenden Port müsste dieser rund 8 cm lang sein. Ein 7 cm durchmessender Port ist bei dem kleinen Chassis schon sehr oversized. Rechnerisch wären etwa 19 cm Länge passend. Das würde ich aber in der Praxis nicht empfehlen. Es ist recht einfach, einen 6 cm Port zu bekommen. Ich würde einen solchen einsetzen.

    Gruß Alex

    • Jens Keil on 23. Dezember 2018 at 16:29

    Hallo, also wird der Wave Guide auch mit dem 45°-Fräser gefertigt, dann abgerundet? BR-Rohr-Empfehlung? Versteifungen mit Resten Wände aufdoppeln?

    • admin on 24. Dezember 2018 at 01:28
      Author

    Hallo Jens,

    genau so ist es, Kernbohrung mit Lochsäge oder Forstnerbohrer, Aufweitung nach Plan mit großem Fase Fräser. Dann händisch mit Schleifklotz verrunden. Außer dem DBR Teiler habe ich keine weiteren Versteifungen eingebracht.

    Gruß Alex

    • Klaus on 27. Dezember 2018 at 20:36

    Hallo Alex,
    zuerst einmal gute Wünsche und gute neue Ideen für 2019. Vor allem aber viel Freude und Spaß – auch an deinem Hobby!
    Nach den guten Erfahrungen mit Quintet und Crazy suche ich die Teile für die Impudence zusammen.
    2 Fragen, bitte:
    1) In der Bastelkiste liegen einige Kondensatoren aus einem „Billigsortiment“ von pollin. Z.t. sind´s ja durchaus Bauteile namhafter Hersteller für wenig Geld. Ich habe mir auch ein (günstiges) Messgerät für Kapazitäten gekauft. Jetzt fällt mir beim Nachmessen auf, dass die Werte bei Folienkonsensatoren (meist) im Toleranzbereich liegen, jedoch bei Elkos durch die Bank die Messwerte deutlich höher als die Toleranzgrenzen angezeigt werden. Das ist nicht nur bei den billigen pollin-Elkos auffällig, sondern auch bei Elkos von Mundorf u.a. Liegt hier ein Problem des billigen Messgerätes vor? Ist es ein grundsätzlicher Messfehler bei Elkos? Lässt sich dieser berechnen/einkalkulieren? Glaube ich den gemessenen Werten – oder den vom Hersteller aufgedruckten? Man will es als DIYler ja „richtig“ machen – und 20% Unterschiede sind doch nicht ganz vernachlässigbar – oder?
    2) Bei der unteren Kammer der Impudence wird nur dünnes Polyesterflies eingebracht. Welcher Typ?
    Oder wird z.B. Bondum oder Sonofill/Fibsorb in der Stärke halbiert?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen – doch es ist nicht eilig.
    So freue ich mich schon auf Bau und Ergebnis der Impundence!
    Klaus

    • admin on 28. Dezember 2018 at 00:20
      Author

    Hallo Klaus,

    die Messung von Kondensatoren mittels preiswerter Multimeter ist sehr oft fehlerhaft. Dennoch ist es so, dass gerade ältere Elkos manchmal austrocknen, was mit einer Veränderung der Kapazität einher geht, meint nach oben. Ich messe Bauteile über die entsprechende Funktion in LIMP. Das ist deutlich genauer.

    In die untere Kammer habe ich dünne Polyesterwatte von der Rolle eingebracht. Es spricht aber auch nichts gegen „halbiertes“ Sonofil, Filz oder ähnliches.

    Viele Grüße Alex

    • Daniel on 3. Januar 2019 at 20:13

    Hallo Alex,
    alles Gute für das neue Jahr! Vielen Dank für die Vorstellung des neuen Lautsprechers. Ich erfreue mich noch immer an Deiner Quintet (Vielen Dank!) und würde nun gerne Deine Impudence bauen.
    Sehe ich es richtig, dass die Lautsprecher 15 Liter Volumen haben und ohne Sockelbereich nur 550mm hoch wären?
    Wenn ich die Frontbreite und das Volumen gleich lasse und die Lautsprecher entsprechend nach hinten verlängere, wie hoch dürften die LS dann minimal werden um keine klanglichen Nachteile zu erhalten. Z. B. 350mm wie die Quintet?
    Wären Fasen wie bei Deiner Little Yellow Cab akustisch nachteilig? Die sehen einfach super aus.
    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Daniel

    • admin on 3. Januar 2019 at 20:49
      Author

    Hallo Daniel,

    das mit der Höhe siehst du absolut richtig. Beim vorliegenden DBR sind die Volumina aber in den Maßen aufeinander abgestimmt, so dass die Maße eingehalten werden sollten. Wie sich eine Veränderung der Höhe und die damit veränderten Größenverhältnisse auf die Abstimmung des DBR auswirken, kann ich ohne eine neue Simulation nicht sagen. Zusätzliche Fasen in Stil der LYC verändern auf jeden Fall das Abstrahlverhalten. Somit ist auch davon abzuraten.

    Viele Grüße

    Alex

    • Daniel on 4. Januar 2019 at 22:59

    Hallo Alex,
    Vielen Dank für die schnelle Antwort. Wären zumindest 550mm Höhe ohne Veränderung der andern Maße ok?
    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Daniel

    • admin on 5. Januar 2019 at 19:01
      Author

    Hallo Daniel,

    den freien Raum unterhalb der beiden Volumina kannst du in der Tat weglassen.

    Viele Grüße

    Alex

    • Olaf on 8. Januar 2019 at 16:45

    Hallo Alex,

    vielen Dank für deine tollen Bauvorschläge. Nach deiner Tricky! und der Save Up ist nun die Impudence dran. Ich kann den ersten Probelauf und Höreindruck kaum erwarten. Heute kamen die bestellten (ALU-) BR-Rohre. Vielleicht etwas dekadent, aber die Impudence sind für meine Schwiegereltern und benötigen einen angemessenen WAF …
    Leider musste ich feststellen, das die Ports einen durchgehenden Innendurchmesser von exakt 57mm haben und nicht die 60mm aus deinem Entwurf. Nun verlässt mich mein Latein und ich stehe mit dem Umrechnen beim DBR-Gehäuse auf dem Schlauch. Wenn ich vom Gesamtvolumen (?) ausgehe, rechnet mir Boxsim eine Portlänge von 97mm aus. Kannst du mir ggf. mit der richtigen Portlänge weiterhelfen?

    Viele Grüße aus dem Norden
    Olaf

    • admin on 8. Januar 2019 at 19:08
      Author

    Hallo Olaf,

    ich freue mich, dass du dich an die Impudence wagst. Jedes Chassis bringt gewisse Toleranzen mit sich. So kann es theoretisch sein, dass im Falle des verwendeten LPG Tiefmitteltöners mal ein Port, so wie im Bauplan vorgesehen, von 11cm Länge optimal ist. Genauso könnte mal ein cm mehr oder weniger „besser“ passen. In diesem Zusammenhang sind die 3mm, die dein favorisierter Port weniger durchmisst, ebenfalls als durchaus zulässige Toleranz zu sehen. Wenn Du es ganz genau machen möchtest, führen bei 57mm Durchmesser genau 10cm Länge zum gleichen Ergebnis, wie es beim vorgesehenen 60mm durchmessenden Port der Fall ist.

    Viel Spaß beim Aufbau und viele Grüße

    Alex

    • Robert on 7. Februar 2019 at 18:42

    Hallo Alex,

    zunächst vielen Dank für Deine tollen Bauvorschläge.

    Ein guter Kollege, dem ich beim Aufbau helfe und ich sind quasi in der Endphase des Aufbaus deiner ULB Impudence.
    Ich habe zwar schon die Ur-Crazy, aber irgendwie konnte ich nicht widerstehen dieses Konzept auch für mich mit zu bauen :-). Bin auch schon sehr gespannt wie sich ULB zu Crazy – Budget schlagen wird 😉

    Warum ich aber schreibe: Beim durchlesen des „Proof of Concept“ ist mir ein Unterschied in der Bedämpfung des DBR aufgefallen. Dort wurde statt der Rückwand die Front mit Polyesterflies ausgekleidet. Hat es bestimmte Gründe / Vorteile das es nun anders ist, oder ist es egal mit vorne bzw. hinten?

    Was vielleicht noch für andere Nachbauer hilfreich wäre, ….wenn du noch etwas in deinem Plan ändern könntest. Da haben sich kleine Fehlerteufel eingeschlichen….
    Beim ausfräsen meiner Öffnungen für den LPG Tiefmitteltöner habe ich festgestellt das einfräsen nach Plan mit 143mm nicht passend ist. Für den Kollegen habe ich 133mm genommen. Das passt besser 🙂 Bei den Einschraubmuttern wird man aktuell zu M6 Muttern verlinkt. Die Bohrlöcher für den Hochtöner sind für M5 ausgelegt. Aufbohren geht natürlich auch, falls nun jemand doch M6 bestellt hat. Wird aber dann mit dem anliegenden Magneten aufgrund der dickeren Schraubenköpfe knapp.

    Viele Grüße

    Robert

    • admin on 7. Februar 2019 at 18:51
      Author

    Hallo Robert,

    schön, dass ihr die Impudence aufbaut. Schön auch, dass du mich auf den bösen Fehlerteufel aufmerksam gemacht hast. Natürlich wird auch die Vorderseite der unteren Kammer ausgekleidet, und der Durchmesser für die genannte Fräsung muss in der Tat 133mm betragen. Der Tip mit den Einschraubmuttern ist sehr gut. Ich hatte die nur beispielhaft verlinkt. Selbstverständlich habe ich das aber auch schon korrigiert.

    Auf meiner Website habe ich übrigens noch eine Modifikationsmöglichkeit hinsichtlich des HT-Bereichs aufgeführt. Das kann man machen, aber es muss nicht sein. Geschmackssache…

    Viele Grüße

    Alex

    • Robert on 7. Februar 2019 at 19:29

    Hallo Alex,

    Danke für das ganz schnelle Antworten und schön das es deine Webseite gibt 🙂 Ich schaue immer wieder mal gerne hier rein.
    Das mit der Modifikationsmöglichkeit finde ich prima. Die werde ich vielleicht über einen Schalter ins Weichenfach mit einbauen. Manchmal möchte man es vielleicht etwas mehr im Hochton.

    Viele Grüße

    Robert

    • admin on 7. Februar 2019 at 19:45
      Author

    Hallo Robert,

    Das mit dem Schalter ist gut. So kann man das seiner „Tagesform“ anpassen. Lass mal was von dir hören, wenn du sie fertig hast.

    Viele Grüße

    Alex

    • Robert on 7. Februar 2019 at 19:55

    Mach ich, versprochen 🙂

    • Thomas on 8. Februar 2019 at 11:59

    Hallo Alex,
    eleganter Lautsprecher, mit dem integrierten Waveguide. Gefällt mir.
    Ist dir der lineare Hubbereich des LPG-Tieftöners bekannt?

    Gruß Thomas

    • admin on 8. Februar 2019 at 12:31
      Author

    Hallo Thomas,

    leider habe ich dazu keine Angaben.

    Gruß Alex

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