Zurück zu Eigene Entwicklungen

Kid Rock (CT 276)

“Halloween. Unendliche Partywelten. Wir schreiben das Jahr 2014. Dies ist die Geschichte des Lautsprechers „Kid Rock“, der mit seiner preiswerten Bestückung dazu bestimmt ist, fremde Monster und Gestalten zu beschallen, während einer wilden Party. Viele Lichtjahre von teuren Lautsprechern entfernt dringt die „Kid Rock“ in Gehörgänge vor, die bislang von unsäglichen Lautsprechern gequält wurden.“

Es dürfte allgemein bekannt sein, dass neben hochwertigen Entwicklungen auch einfache Konstruktionen mit sehr preiswerten Chassis mein Interesse bei der Lautsprecherentwicklung finden. Nun war es wieder so weit. Der Geburtstag eines jungen Mannes und die damit verbundene Halloween-Party standen ins Haus. Diese quasi traditionell im jährlichen Rhythmus wiederkehrende Veranstaltung wurde in der Vergangenheit stets durch abenteuerlich anmutende Ensembles beschallt. Dazu gehörten z.B. Handys als Quellen, deren schwache elektrische Signale mittels eines Gitarrenverstärkers und dessen eingebauten Breitbänders auf hochverzerrte Pegel gebracht wurden. Ein Debakel, welches ich mir nicht länger mit anhören wollte…

So habe ich mir Gedanken gemacht, wie mit möglichst geringem finanziellen Aufwand ein Lautsprecherpaar zu realisieren wäre, welches dennoch vertretbaren Klang zu produzieren in der Lage ist. Recht klein sollten die Boxen werden, so dass sie nicht viel Platz benötigen. Und zwar sowohl während ihres seltenen Einsatzes, als auch in den Zeiten, in denen sie ruhen. Da die Lautsprecher eher selten benutzt werden, schliesst sich eine teure Bestückung aus. Es wäre einfach schade, wenn teure Chassis die meiste Zeit ihres Daseins in der Abstellkammer verbrächten.

Aus einem Kontakt zu Monacor-Entwickler Frank Kuhl hatte ich noch ein Paar preiswerter 13er Breitbänder vom Typ SP-272/8.

 

SP-272

 

Diese recht einfachen Chassis weisen einen ziemlich hügeligen Frequenzgang auf, welcher sich mit einigen preiswerten Kunstgriffen zu einer durchaus ansehnlichen Kurve verbiegen lässt.

SP-272 unbeschaltetSP-272/8 unbeschaltet

 

Mit einigen Bauteilen beschaltet wird aus dem obigen Gebirgspanorama eine absolut brauchbare Frequenzkurve.

SP-272 beschaltetSP-272/8 beschaltet

 

Jetzt fehlt nur noch der passende Tieftonpartner. Ebenso preiswert sollte er sein und von einer Größe, die auch mal einen beherzten Dreh am Lautstärkesteller verträgt. Die Frage nach einem geeigneten Chassis war schnell beantwortet. Hatte ich doch vor ein paar Wochen aus dem Abverkauf eines Car-HiFi-Shops ein Paar Monacor SP-202C zum Preis einer Kiste Bier erwerben können.

 

SP-202C

 

Ich weiss, das Teil ist hässlich. So what! Für ne Halloween-Box???? Und wen’s stört, der greift beherzt zu Edding Nachfülltusche und pinselt Sicke und Duscap damit ein, wie ich es bereits mit der PM meiner MINIMO getan habe. Es ist auch nicht verwerflich, aus der Not eine Tugend zu machen. Dazu passt man einfach das Finish mittels einer farblich passenden, recht psychedelisch gestalteten Tapete der Membran an.

Der Frequenzgang des preiswerten Tieftöners ist eher unspektakulär. Er läuft recht glatt bis etwa 1300 Hz und neigt darüber zu ordentlichen Resonanzen. Steil gefiltert passt das gut zum bereits hin gedengelten Frequenzgang des Breitis, der sich um 1000 Hz nach unten hin verabschiedet.

 

SP-202C unbeschaltetSP-202C unbeschaltet

 

Eine 18dB Filterung nebst Impedanzlinearisierung verhilft dem Chassis zu einem hinreichend glatten Frequenzverlauf mit gewünschtem Abschied unterhalb von 1000 Hz.

SP-202C beschaltet SP-202C beschaltet

 

Natürlich geht das glatter. Aber wofür? Der kleine Einbruch bei 400 Hz wird sich nicht wirklich negativ bemerkbar machen, und überhaupt war es nicht das Ziel, einen ultralinearen Lautsprecher aufzubauen. Auch liegt die Trennfrequenz für ein F.A.S.T. System recht hoch. Diese hat sich schlicht aus den Versuchen ergeben, die Chassis mit möglichst wenig Aufwand zu filtern. Ausserdem sollte sie nicht unerheblich zur Lebensdauer des SP-272/8 beitragen, der auf diese Weise deutlich weniger ackern muss, als bei einer niedrigeren Trennfrequenz.

Der zunächst simulierte Gesamtfrequenzgang ist im entscheidenden Bereich in Anbetracht der sehr preiswürdigen Chassis als sehr glatt zu bezeichnen. Die schmalbandige Senke bei 9,5 kHz dürfte eher nicht als störend empfunden werden, und der ansteigende Bereich oberhalb von 10 kHz sorgt dafür, dass auch ausser Winkel noch etwas Hochtonenergie ankommt.

 

FG finale SimuGesamtfrequenzgang Boxsim

 

Als nächsten Schritt galt es die Weiche aufzubauen und die Simulation durch Messungen zu verifizieren.

Frequenzgang AchseFrequenzverlauf auf Achse

 

Die Messung stimmt recht gut mit der Simulation überein. Die Schaltung entspricht zu 100% der simulierten Weiche.

 

Frequenzgang 0° - 30°Frequenzverlauf 0° – 30°

 

Bis zu einem Winkel von 15° ist der Frequenzverlauf ausreichend linear. Unter größeren Winkeln weitet er sich ein wenig auf. Ein Tribut an die hohe Trennfrequenz. Allerdings fällt, wie bei einem recht großen Breitbänder nicht anders zu erwarten, der Hochtonbereich unter größeren Winkeln ebenfalls ab. Im Partybetrieb spielt das keine nennenswerte Rolle. Zum Musik hören winkelt man die Boxen entsprechend ein.

 

Klirr85Klirr @ 85dB

 

Klirr90Klirr @ 90dB

 

Auch im Klirrverhalten gibt es keine augenscheinlichen Auffälligkeiten. Gemessen am finanziellen Einsatz für das Chassismaterial ist das mehr als akzeptabel.

 

ImpedanzgangImpedanzverlauf

 

Der Impedanzverlauf weist die Kid Rock als 4 Ohm Lautsprecher aus. Lediglich bei etwa 5,5 kHz fällt die Impedanz in einem schmalen Bereich knapp unter 4 Ohm. Jeder anständige Verstärker sollte die Kid Rock problemlos antreiben können.

 

WeicheWeichenschaltung

 

Die Frequenzweiche ist recht einfach gehalten. Es handelt sich um schlichte 18dB Filter für beide Chassis. Dem SP-202C verhilft eine Impedanzlinearisierung zu besseren Manieren rund um die Trennfrequenz. Der kleine Saugkreis ist so dimensioniert, dass seine Wechselwirkung mit der Impedanz die Überhöhung des SP-272/8 bei etwa 4 kHz egalisiert und gleichzeitig die darauf folgende Senke auffüllt.

Warenkorb für die Kid Rock bei ehighend.de

 

Die Kid Rock ist ein Lautsprecher, der in erster Linie für kleinere Partys und / oder junge Menschen konstruiert und abgestimmt wurde. Der CB-Bass reicht bis knapp 50 Hz. Das ist nicht ultratief, aber dafür ist er knackig und recht trocken. Der Mitteltonbereich ist stimmig, wie es der Frequenzschrieb auch vermuten lässt. Natürlich ist die Kid Rock nicht als hoch auflösender High End Lautsprecher zu verstehen, sondern als klangstarke Partybox mit HiFi Manieren.

 

BauplanBauplan

Die Baupläne sind für private Nutzung freigegeben. Jegliche Form der gewerblichen Nutzung oder Verbreitung ohne vorherige Absprache ist untersagt und wird strafrechtlich verfolgt.

Die Lautsprecher bauen eine schöne und glaubhafte Bühne auf. Die Ortung einzelner Instrumente gelingt mühelos. Kurzum, ein Lautsprecher der Spaß macht.

Test der Kid Rock HIER kostenlos lesen!!!

 

Nachfolgend einige Höreindrücke zur Kid Rock.

Klang + Ton schrieb 

Der 50 Euro Kracher
…im Gesamteindruck ist Kid Rock ein durch und durch ausgewogener und angenehmer Lautsprecher, mit dem man gleichermaßen schwelgen wie feiern kann. Der leicht betonte Oberbass sorgt für ein solides Bassfundament, während der Breitbänder nach oben hinaus mit seiner gleichmäßigen Abstrahlung gar nicht so sehr nach Breitbänder klingt, sondern durchaus audiophile Qualitäten in Sachen Präzision und Klangtreue in die Waagschale wirft. Erst bei deutlich gehobener Party-Lautstärke kommt ein gewisses Maß an Schärfe hinzu – das ist aber dann durchaus auch Zweck der Übung.
Fazit:
Und wieder ein Volltreffer von Alexander Gresler. Seine „Kid Rock“ – unser CT 276 ist weit mehr als nur eine billige Bumm-Kiste, sondern zeigt, dass mit einem glücklichen Händchen bei der Chassisauswahl und sorgfältiger Abstimmung auch aus der kleinen Brieftasche heraus eine großartige Box entstehen kann. Also: Väter und Söhne, ab in den Bastelkeller!

 

Der DIY-HiFi-Forenuser Matthias.S schrieb 

Wir durften heute beim HSG-Treffen die Kid Rock „in Ohrenschein“ nehmen.
Ein toller Lautsprecher Alex!
Nach einigem Hören hat Alex den angeprochenen Kondensator umgelötet. Damit ist die Mühle der absolute „Burner“. Chassis und Weichenteile zum Taschengeldpreis von Alex zu amtlichem Sound überredet! Das ist nicht nur Partyspaß sondern amtliches Hifi das auch für die Party taugt!
Manomann, wann hört Alex endlich mal auf diese exorbitant guten Entwürfe rauszuhauen?
Chapeau
Ein genialer Lautsprecher, der mit Sicherheit noch für Furore sorgen wird.

 

Ein Kommentar des Users Strahler70 lautetf

Nachdem ich die KidRock heute hören dürfte, kann ich nur sagen: nachbauen! Der einzige Mangel ist der Name, da er eine derartige Wiedergabequalität nicht erwarten lässt! Hier bekommt man einen vollausgestatteten VW Golf zum Preis eines Dacia Logan. Auf jeden Fall sollte man sich die Chassis sichern, ehe sie in Kürze ausverkauft sein werden.
Wer sich die Chassis nicht an die Seite legt, ist selbst Schuld.

 

Der User cspg6 meint zur Kid Rock 

Ich habe Gestern die Kid Rock hören dürfen und was soll ich sagen, sowas hätte ich zu meiner Studentenzeit gebraucht. Das ist ein wirklich guter LS. Bedenkt man dann noch den Materialeinsatz Wie geht das?

 

Zeppi, ebenfalls aus dem DIY-HiFi-Forum sagt 

Ohrenweh bekommen die Kids an Halloween bestimmt nicht. Ein echt schönes FAST – wenn man denn das Aussehen der Chassis mag!
Alex hat mit der Kid Rock mal wieder einen Preis-Leistungsknaller auf die Beine gestellt. O.K. das Aussehen der Chassis muss man mögen, aber sonst … man, man man, Kompliment, tolle Kiste!

 

Hoschibill von Bremen-Audio kommentiert 

Die „Kid Rock“ ist mal wieder ein echter „Alex“, ganz in der Tradition von Sippo und Tricky!. Man nehme preiswertes Material… …und baue daraus einen sehr gut klingenden Lautsprecher. Breitbändertypisch macht die „Kid Rock“ eine präzise gestaffelte Bühne. Tonal ist alles im grünen Bereich. Das Bassfundament der geschlossenen (!) Box ist sehr erwachsen und druckvoll. Pegelreserven sind definitiv vorhanden. Das Ding ist einfach gelungen. Für das, was sie kostet, eine dicke Empfehlung. Gut gemacht, Alex. Beide Daumen hoch!

 

Uliguitar schrieb im DIY-HiFi-Forum 

Ich habe die Kiste beim K+T Hörtest im Dezember gehört.
Wieder eine ‚Alex‘-Box… low cost – high sound. Ich glaube Alex‘ Konstruktionen leben von einer gewissen ‚Stimmigkeit‘, daß der Frequenzgang nicht ultralinear ist verzeiht man der ‚Kid Rock‘ gerne. Das ein LS auch gut klingen kann wenn es messtechnisch nicht perfekt ist → hat man bereits beim CT230 von K+T sehen (oder besser: hören) können. Linealglatte F’gänge und andere Messwerte sagen nichts über die ‚Lebhaftigkeit‘ und ‚Musikalität‘ aus. Deswegen sind die Ohren letztendlich das Maß der Dinge. … und die hat der Alex.

 

Der User P.A.M. aus dem DIY-HiFi-Forum findet

Habe sie jetzt mal etwas einspielen lassen, und der Hochton klingt jetzt schon weit weniger nach Pappe.
Mir gefallen sie RICHTIG gut.
Habe mal mit den anderen verfügbaren Boxen einen Vergleich gemacht. Das sind CT230 und BW (Anmk. Billich Willich).
Der Bass kommt so „punchig“ wie bei keiner der anderen zwei. Mitten und Höhen sind wahrlich ausgewogen. Sind auch keine Schönfärber. Machen eine schöne Bühne, alles ist ortbar. Ein Piano kommt wirklich gut mit der Kid-Rock rüber. Bei Vocals gefällt mir manchmal die CT230 besser. Irgendwie geben die so eine life-illusion. Die BW kann natürlich tiefer und klingt irgendwie erwachsener aber auch irgendwie behäbiger.
Jedenfalls ist die Kid-Rock unbedingt nachzubauen. Aus diesen günstigen Chassis so was geniales hervorzubringen muss man mal gehört haben.

Black-Devil aus dem HiFi-Forum schrieb

Ich hab es ja oben schon mal erwähnt – ich bin kein BB-Freund. Schon gar nicht von relativ großen mit Schwirrkonus. Und wenn sie dann auch noch so affrös aussehen wie der in der auch als CT 276 bekannten Box, dann muss ich mir das eigentlich gar nicht anhören. So was geht doch nicht, oder? ODER??
Mist! Es geht doch. Und wie!
Durch die ungewöhnlich hohe Trennung und gewissenhafte Entzerrung des BB spielt dieser unheimlich ausgewogen und macht sogar einen richtig schönen Hochton. Dazu noch der trocken punchige Bass, der zwar nicht ultratief, aber dafür schön dynamisch auch bei hohen Pegeln spielt, machen aus dem „hässlichen Entlein“ einen klanglich gar schönen Schwan. Eine der Überraschungen für mich und optimal für den Partykeller oder alle, die es auch mal krachen lassen wollen.

SNT, ein weiterer Forenuser meint

So!
Jetzt hab ich auch ein Paar Kidrocks! Nach dem Kauf bei ebay für schlappe 135€ inkl. Versand wurden die Hochtöner noch richtig an die Weiche angeschlossen ( ich vermute deswegen waren sie so günstig!) und gleich der Verstärker bis zum Anschlag aufgedreht und richtig Bass reingeschoben.
Auch bei extremen Pegeln erstaunlich sauber im Mittel- und Hochtonbereich, es knallt und knackt, macht Spass und nervt nicht. Für ne Party für jüngere Jungendliche genau das richtige. Für den Fitnessraum (8 mal 6 Meter) reichts aber im Bass leider nicht ganz, obwohl nicht extrem laut gehört wird. Da ist man halt mittlerweile zwei 15 Zoller gewohnt – aber egal, das Teil bleibt hier bei meinem Sohn. Im Mittelhochton klingt sie für mich erheblich ausgeglichener als alle günstigen PA Lautsprecherboxen mit einem Bass ähnlicher Fläche. Saubere Leistung Alex!!! Unglaublich was der Treiber hubeln kann…
Der zunächst recht ungewohnte Breiti als Hochtöner sieht meiner Meinung nach richtig gut aus. Mein Wunsch wäre dazu ein preisgünstiger 12 (SPH-302C) oder besser 15 Zöller und von mir aus sogar noch mehr Kick, also auch nicht viel mehr Volumen…dann würde es auch für den Fitnessraum funktionieren.
Vielleicht gibts ja mal einen Nachfolger für Erwachsene? Bitte Bitte… Da bin ich sofort wieder dabei.

 

Gregor M. schrieb mir am 31.07.17 per Mail

Schönen guten Abend.
Ich sitze gerade hier und lausche den Klängen meiner heute fertiggestellten Kid Rock, die bei mir eigentlich als Gartenlautsprecher  dienen sollen. Nun höre ich die Gentleman Unplugged CD und bin dermaßen begeistert vom Klang der Lautsprecher, ( vor allem, wenn man sich den Preis betrachtet ) daß ich nicht drumherum komme, ihnen meine Hochachtung für dieses absolut tolle Konstrukt auszusprechen. 

 

HiFi Forum User Vangart schrieb

Alex unterbreitete jedoch den Gegenvorschlag vorher doch mal die Kid Rock aufs Spielfeld zu lassen. Hier wären wir wieder bei der Suggestion. Dieses „hässliche Entlein“ mit seinem Carpower Tieftöner und dem billig wirkenden Breitbänder entsprach nicht gerade meinem Gusto. Ergo war meine Reaktion eher verhalten. Da wir aber noch genug Zeit hatten, dachte ich mir: Okay, why not.
Der Suggestion folgend entschied ich mich erstmal für elektronische Musik. Alex gab mir zu verstehen, dass dieser Lautsprecher auch mit handgemachter Musik zurechtkäme. Zweifelbehaftet ließen wir dann Jazz laufen und tatsächlich schaffte es dieses „hässliche Entlein“ wie ein Schwan aufzuspielen. Schloss man dabei die Augen, war auch die Suggestion verschwunden und mit ihr auch die letzten Zweifel. Plötzlich ertönte in meinem Kopf mahnend eine Stimme: Urteile nicht über Konstruktionen, die du nicht vorher gehört hast. Alex zwinkerte mir zu und entgegnete, dass sich die Kid Rock vor der Quintet nicht verstecken muss. Ich schmunzelte, denn seiner Aussage ließ sich nicht widersprechen. Bei aktuellen Chassiskosten von 30-35€ pro Seite ein gutes P/L-Verhältnis.

 

Dr.Bronko schrieb im HiFi Forum

Der erste Hörtest war erstmal sehr ernüchternd und klang irgendwie superdumpf und so gar nicht nach dem was ich mir nach all dem Lob für diese Lautsprecher vorgestellt hatte. Die erste Quelle war Musik aus meiner iTunes Mediathek über einen Logitech bluetooth Adapter an meinem Verstärker.
Als ich dann die erste CD in meinen ebenfalls eher billigen Sony Bluray-Player steckte kam die Erleuchtung.
Was soll ich sagen? Ich habe meine Lieblingslieder förmlich noch einmal komplett neu kennengelernt! Ich habe leider sehr wenige Vergleichsmöglichkeiten, aber ich kann jetzt schon sagen, dass die Feinheiten herauszuhören und auch Unterschiede zwischen CD-Qualitäten und einzelnen Aufnahmen klar hörbar zu erleben ein völlig neues Musikhören für mich darstellt! Der Bass, die Höhen, die Ortbarkei verschiedener Instrumente, all das ist für mich wirklich ungewohnt gut und klingt einfach stimmig! Was mich aber besonders fasziniert ist die Möglichkeit einfach mal am Lautstärkeregler zu drehen und ohrenbetäubende Lautstärken zu erreichen ohne dass es den Boxen auch nur ansatzweise etwas auszumachen scheint… Und dabei habe ich bei meinem dezenten Yamaha AX-397 bisher noch nicht über ca eine viertel Drehung des Lautstärkereglers getraut…
Wie konnte ich vorher nur ohne auskommen? und das bei meinem Musikkonsum….
Leider habe ich wie auf dem Bild zu sehen noch keine vernünftigen Ständer für das Pärchen aber hier in Berlin sind die Kleinanzeigen für sowas ja immer ganz gut bestückt… aber ich bin schon jetzt gespannt wie sie dann noch etwas höher aufgestellt klingen. Außerdem bin ich noch nicht ganz sicher wie weit ich sie voneinander und von der Wand entfernt aufstellen sollte. Falls da jemand Tips hat wäre ich sehr dankbar:)
Ich möchte mich auf jeden Fall erstmal ganz herzlich bei allen Helfenden bedanken und natürlich in besonderem Maße bei ihrem Schöpfer!
Für mich war dieses Projekt schon jetzt eine große Erleuchtung und ich möchte dir Alex noch einmal ganz herzlich dafür danken, dass du deine tollen Fähigkeiten und dein Wissen mit anderen Menschen und Unwissenden wie mir teilst! Ich bin jetzt schon wahnsinnig begeistert und überrascht was ich dank dir mit meinem sehr begrenzten Budget erreichen konnte und kann es kaum erwarten genügend Reserven für die Crazy Again zu haben um diese dann zu bauen und für die nächsten Jahre mein non plus ultra zu erreichen.

 

 

6 Kommentare

Zum Kommentar-Formular springen

    • Tris on 28. November 2014 at 19:47

    Hallo,

    Möchte mir die Kid Rock gerne nachbauen.
    Die Chassis habe ich schon, jetzt bin ich auf der Suche nach einem Zulieferer der alle Bauteile für die Frequenzweiche liefern kann. Dabei sollte der Preis auch im Verhältnis zu den Chassis stehen, da sind ~15€ für nur einen Kondensator oder eine Spule einfach zu viel..

    Würde mich über Tipps freuen.

    • admin on 30. November 2014 at 16:57
      Author

    Hallo,

    schön dass Dir die „Kid Rock“ gefällt. Für Bauteile empfehle ich Dir, mal bei der BOXENGASSE in Hamm nachzufragen. Marko ist ein sehr netter und hilfsbereiter Händler. Er hätte übrigens auch die Chassis gehabt. Dann hättest Du nur einmal Porto zahlen müssen…

    • Malte on 10. Februar 2018 at 12:14

    Hallo Alex, ist es möglich den Lautsprecher mit einem 12 Zoll (oder größer) Tieftöner zu erweitern, damit er noch mächtiger wird. Würde die Ct 276 (gestern fertig gestellt-EIN TRAUM) gerne zum Tiefbassmonster machen, weil sie ideal für Feierei scheint. Dazu klingt sie halt noch echt gut. Danke nochmal für`s süchtig werden 😉
    Lieben Gruß Malte

    • admin on 15. Februar 2018 at 20:24
      Author

    Hallo Malte,

    grundsätzlich besteht natürlich die Möglichkeit, auf Basis der Chassis unter Verwendung eines größeren TT eine 3-Wege Box zu konstruieren. Das würde jedoch auf eine komplette Neukonstruktion mit all ihrer Entwicklungsarbeit hinaus laufen. Ob das letztlich lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke, ich würde das nicht tun. Ggfs. kannst Du einen aktiven Sub mit Hochpassausgang verwenden, der den 8 Zöller untenrum aus dem Rennen nimmt. Bedenke dabei aber, dass auch der BB nur berenzt belastbar ist.

    Viele Grüße

    Alex

    • Michael on 1. Oktober 2018 at 10:16

    Hallo Alex! Also nachdem ich jetzt, endlich, dazukomme meine ersten DIY´s zu verwirklichen hab ich noch ein paar Fragen:

    1) Wo plazierst du die Frequenzweiche? Am „Boden“ der Box wäre meine Idee gewesen, oder ist dafür das 10cm x 23cm Stück dafür vorgesehen?

    2) Zum Abdichten der Chassis liest man ja unterschiedlichste Meinungen, womit würdest du abdichten bzw. würdest du das überhaupt machen?

    3) Wie soll ich die Box am besten lackieren. Ich dachte mir die Box komplett zusammenzubauen, die Kabel der beiden Treiber zu verlegen und nach erfolgreicher Lackierarbeit die Chassis anzuschließen und einzuschrauben. Wird denke ich mal die beste Lösung sein, was sagst du dazu?

    Vielen Dank, und einen schönen Tag
    Michael

    • admin on 22. Oktober 2018 at 09:18
      Author

    Hallo Michael,

    schön dass du die Kid Rock nachbaust. Die Weiche kannst du platzieren, wo immer sie am besten hin passt. Das Gehäuse bietet ja diverse Möglichkeiten. Einfluss auf die Funktion hat die Position der Weiche nicht. Es sei denn, du würdest beabsichtigen, Spulen auf den Magneten der Chassis zu kleben. Zum Abdichten der Chassis eignet sich Vorlegeband hervorragend. Das ist sehr preiswert, und es wird in verschiedenen Breiten angeboten. Google einfach mal danach. Es wird in vielen Shops angeboten. Es empfiehlt sich, die Kabel bereits vor dem Verleimen des Gehäuses zu verlegen. Das macht die Arbeit deutlich einfacher. Was das Finish angeht, stehr dir die Welt offen. Erlaubt ist was gefällt.

    In diesem Sinne, schöne Grüße

    Alex

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.