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Der Volkscenter

Nein, es wird nie mein Ding werden. Einem aufwendigen Heimkino werde ich wohl in diesem Leben nichts mehr abzugewinnen vermögen. Für die wenigen Momente, die ich vor der Glotze verbringe, reicht mir der stinknormale Fernsehton der eingebauten Lautsprecher vollkommen aus. Nachrichten und Reportagen oder vielleicht einmal ein Tatort gehören nun mal nicht zu den Sendungen, die hohe Anforderungen an einen Lautsprecher stellen, bzw. Lust auf teures Equipment entfachen. Ungeachtet dessen erreichen mich immer wieder Anfragen, ob ich nicht mal einen Center entwickeln könne. Große Lust habe ich darauf aber aus vorgenannten Gründen nicht. Dann war sie plötzlich wieder einmal da. Eine der Nächte, in denen ich nicht ins Bett und schon gar nicht schlafen gehen wollte. Solche Momente nutze ich hin und wieder, um in aller Ruhe, unterstützt durch ein Glas Rotwein und entspannende Musik, vor meinen Computer zu ziehen und ins Blaue Simulationen zu erstellen. Warum nicht mal einen Center simulieren, dachte ich und überlegte, welche Visaton Chassis sich für den Aufbau eines solchen nutzen lassen. Schnell kam mir die Kombination zweier W130S in den Sinn, welche eine MHT-Einheit flankieren, die sich aus einem FR10 und einem FRS7 zusammensetzt. Letzterer hatte mich als Hochtöner in der Save Up positiv überrascht. Der FR10 hingegen ist ein hervorragender Mitteltöner, wenn man ihn nach oben sinnvoll in die Schranken weist.

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Die Simulation erforderte ein wenig Fingerspitzengefühl, denn die beiden parallel geschalteten W130S/8 zwingen im Zusammenspiel mit einer Impedanzentzerrung und der relativ  niedrigen Trennfrequenz den Impedanzverlauf ganz ordentlich in die Knie. Denoch gelang es, den Verlauf der Impedanz über die Frequenz weitestgehend im sicheren 4 Ohm-Bereich zu halten. Doch nicht nur der Impedanzverlauf, sondern auch der simulierte Amplitudenverlauf und der Energiefrequenzgang können sich sehen lassen.

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Simulation mit Energiefrequenzgang und Impedanzverlauf

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Auch das Verhalten unter Winkeln simuliert sich sehr anständig und ist weit entfernt vom Kammfilterverhalten der so geliebten, symmetrisch aufgebauten Quasi D’Appolito Center

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Simulation Winkelverhalten

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So weit, so gut. Funktioniert das simulierte Gebilde aber auch in der Praxis? Das lässt sich nur überprüfen, indem man den Center aufbaut. Genau das werde ich tun, denn alle benötigten Chassis befinden sich in meinem Fundus. So ist lediglich die Investition in einige Brettchen für den Gehäuseaufbau erforderlich. Allerdings wird der Aufbau noch ein wenig dauern, da es in den nächsten Tagen mit der Mona Kea weiter geht. Ungeduldige mögen sich bis dahin an der mehr oder weniger gelungenen Fotomontage im Titel dieses Artikel erfreuen…

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Ob’s denn was wird? Wer weiß es schon…

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Stay tuned… 🙂

 

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